Nähe, Bindung – oder doch Verlustangst?
Hallo liebe Hundefreunde 🐾💚
Manchmal fällt es erst auf, wenn man genauer hinschaut. Man steht auf – der Hund steht auf. Man geht ins Bad – der Hund kommt mit. Man geht in die Küche – der Hund auch. Man setzt sich aufs Sofa – der Hund rückt nach. Noch näher. Und wenn da noch ein Zentimeter Platz ist, wird nachjustiert.
Und irgendwann entsteht diese Frage:
👉 Warum folgt mir mein Hund überall hin?
Ist das Nähe? Bindung? Gewohnheit? Oder steckt vielleicht doch ein kleines bisschen Unsicherheit dahinter?
Gerade im Homeoffice wird dieses Verhalten besonders sichtbar. Man ist ohnehin viel zusammen – und trotzdem fühlt es sich an, als wäre man ein eingespieltes Team. Und wenn man kurz verschwindet, taucht plötzlich ein Hundekopf um die Ecke auf. Nicht panisch, nicht dramatisch – nur prüfend. Falls der Mensch sich spontan in Luft aufgelöst haben sollte.
1. „Velcro Dog“ – der Hund mit eingebautem Klettverschluss 🐶
In der Hundewelt gibt es dafür einen Begriff:
Velcro Dog – der „Klett-Hund“.
Ein Hund, der seinem Menschen folgt wie ein Schatten mit Persönlichkeit. Nicht hektisch. Nicht panisch. Sondern einfach selbstverständlich. Man steht auf – der Hund steht auf. Man geht ins Bad – der Hund kommt mit. Man setzt sich – der Hund rückt nach.
Und irgendwann fragt man sich:
Bin ich eigentlich allein – oder habe ich einen vierbeinigen Bodyguard?
Doch wichtig ist die Unterscheidung:
Anhänglich („Velcro Dog“):
Der Hund folgt gern, wirkt ruhig, ist ansprechbar, schläft zwischendurch und kann warten. Er begleitet – aber er leidet nicht.
Trennungsstress / Verlustangst:
Der Hund gerät in Panik, wenn der Mensch geht (oder sich fertig macht), zeigt Stresssymptome und kommt allein kaum zur Ruhe. Er begleitet nicht – er klammert aus Angst.
Nähe bedeutet also nicht automatisch Unsicherheit. Oft bedeutet sie einfach Vertrauen.
👩🏽🔬 Was sagt die Wissenschaft?
Hunde bauen zu ihren Menschen echte Bindungen auf – ähnlich wie Kinder zu ihren Bezugspersonen.
Der Mensch ist für den Hund nicht nur Futtergeber, sondern sichere Basis, emotionaler Anker und Orientierungspunkt. Wenn der Mensch in der Nähe ist, fühlen sich viele Hunde entspannter, erkunden mehr und sind ausgeglichener.
Oder anders gesagt:
Der Mensch ist für den Hund wie WLAN – ohne ihn funktioniert alles, aber schlechter. Viele Hunde bleiben deshalb gern in der Nähe. Nicht aus Angst, sondern aus Bindung.
👩🏽🦰 Was sagen Hundetrainer?
Viele Trainer sehen das Folgen nicht als Problem, sondern als normales Sozialverhalten.
Hunde sind Teamtiere und beobachten ihre Menschen genau.
Wenn der Mensch aufsteht, denkt der Hund meist nicht:
„Oh nein, ich verliere dich!“ –
sondern eher:
„Interessant. Was passiert jetzt?“
Ein gesunder Hund muss seinem Menschen nicht hinterherlaufen, aber er darf es.
Problematisch wird es erst, wenn ein Hund nicht mehr entspannen kann, Türen zum Drama werden oder Alleinsein Stress auslöst. Dann lohnt sich genaueres Hinschauen. In vielen Fällen ist Anhänglichkeit jedoch kein Zeichen von Schwäche, sondern von Beziehung.
Was sagt 🐶Mia?
„Ich bin kein Klammeraffe. Ich bin Qualitätskontrolle. Ich folge nicht, weil ich Angst habe. Ich folge, weil du überall die wichtigen Dinge machst.
🍳 Küche? Muss überwacht werden.
🛀🏽 Bad? Verdächtig.
🛋️ Sofa? Mein Arbeitsplatz.
Und wenn du aufstehst, komme ich mit. Nicht, weil ich verzweifelt bin. Sondern weil ich neugierig bin. Man weiß ja nie, ob du heimlich ohne mich lebst.“
2. Warum Hunde uns wirklich folgen 🐾
Ganz ehrlich:
In vielen Fällen ist es gar kein „Problem“. Es ist einfach Hund. Hunde sind soziale Wesen. Sie leben nicht neben uns her wie Mitbewohner, die kurz „Hallo“ sagen und dann wieder in ihr Zimmer verschwinden.
Viele Hunde denken eher:
Wenn du aufstehst, dann ist das ein Ereignis. Und Ereignisse lässt man nicht unbeaufsichtigt passieren.
💟 Nähe und Bindung:
Für viele Hunde ist der Mensch das Zentrum ihres Universums. Wo der Mensch ist, ist Sicherheit.
Das ist nicht nur niedlich, sondern tatsächlich logisch:
Ein Hund orientiert sich an seiner Bezugsperson wie an einem inneren Kompass. Wenn der Mensch da ist, ist die Lage stabil. Wenn der Mensch losläuft, könnte etwas passieren – also geht man halt mit. Nicht, weil man panisch ist. Sondern weil man dazugehören will.
🕵🏽♀️ Neugier und Kontrolle:
Hunde sind kleine Ermittler.
Tasche packen? Verdächtig. Kühlschrank öffnen? Hochverdächtig. Sport machen? Sehr verdächtig. Und wenn man sich dann auch noch die Schuhe anzieht… na ja. Dann ist die Ermittlungsarbeit Pflicht. Viele Hunde wollen einfach wissen, was abgeht.
Nicht aus Misstrauen – eher aus dem Gedanken:
„Ich gehöre zu deinem Alltag. Also will ich auch wissen, was du machst.“
📖 Gewohnheit und Lernverhalten:
Hunde lernen extrem schnell Muster.
Wenn du häufig aufstehst und danach etwas passiert (Essen, Gassi, Spiel, Leckerli, Paket annehmen, irgendein Ritual), dann wird „Mensch steht auf“ zu einem Signal.
Und irgendwann ist das Folgen einfach ein reflexartiger Begleiter:
Man könnte ja sonst den wichtigsten Moment des Tages verpassen – und wir wissen alle: Das kann das Geräusch einer Käsescheibe sein.
🫶🏽 Körperkontakt als Wohlfühlknopf:
Viele Hunde regulieren sich über Nähe.
Das ist wie ein innerer „Alles gut“-Schalter. Manche rücken nicht nur nah ran – sie rücken so lange, bis der Mensch kaum noch weiß, wo er anfängt und wo der Hund aufhört. Und wenn da noch ein Zentimeter Platz ist… wird der eben genutzt. Nicht, weil Angst im Spiel ist, sondern weil Nähe sich gut anfühlt.
🔬 Was sagt die Wissenschaft?
Forschungen zur Mensch-Hund-Bindung zeigen, dass Hunde ihre Bezugsperson als sichere Basis nutzen.
In der Nähe „ihres“ Menschen sind viele Hunde entspannter, erkunden mehr und finden schneller wieder zur Ruhe.
Das Verhalten „folgen“ kann also auch schlicht bedeuten:
Der Hund orientiert sich an seiner sicheren Basis.
Außerdem reagieren Hunde sehr fein auf unsere Routinen und Körpersprache – oft reicht schon ein Griff zur Tasse oder ein Schritt Richtung Flur,
und im Hundekopf geht die Ampel an:
„Achtung, Handlung!“
Kurz gesagt:
Nähe ist für viele Hunde ein Bindungs- und Sicherheitsgefühl, nicht automatisch ein Alarmzustand.
🧑🏽🦱 Was sagen hundeTrainer?
Trainer unterscheiden gern zwischen „mitlaufen“ und „nicht mehr abschalten können“.
Ein Hund, der dir folgt und dabei gelassen wirkt, ist meist einfach stark sozial orientiert.
Viele HundeTrainer sagen sogar:
Das ist normal – vor allem, wenn der Hund gelernt hat, dass gemeinsame Wege zum Alltag dazugehören.
Relevant wird es erst, wenn ein Hund keine Ruhe findet, ständig unter Spannung steht oder nicht allein bleiben kann. Dann geht es Richtung Trennungsstress und man trainiert gezielt „Entspannung auf Distanz“ –
also:
Der Hund lernt, dass Ruhe auch dann sicher ist, wenn der Mensch sich bewegt.
Was sagt 🐶Mia?
„Ich folge nicht. Ich recherchiere.“
Typische Situationen, die nur Hundehalter kennen 😂🐶
Es gibt Dinge, die versteht man erst, wenn man mit einem Hund zusammenlebt.
Nicht aus Büchern, nicht aus Ratgebern, sondern aus dem echten Leben.
Und manchmal merkt man:
Dieses „Folgen“ ist nicht mal ein Thema – es ist einfach die ganz normale Hunde-Realität in zehn Akten.
🛀🏽 Der „Ich geh nur kurz ins Bad“ - Moment:
Man geht allein ins Bad – oder denkt es zumindest.
Drei Sekunden später erscheint ein Hundekopf im Türrahmen. Nicht aus Sorge, sondern aus Prinzip.
Mia denkt:
„Ich wollte nur prüfen, ob du noch existierst.“
🛋️ Der Zentimeter - Kampf auf der Couch:
Der Hund liegt schon nah. Sehr nah. Unverschämt nah.
Dann merkt er:
Da ist noch ein Zentimeter Platz. Also wird nachjustiert – millimeterweise.
Bis man sich fragt:
Bin ich eigentlich noch ein Mensch oder schon ein Hundekissen?
Mia:
„Nähe ist relativ. Aber enger geht immer.“
🍳 Der Küchen-Alarm:
Man steht auf. Der Hund steht auf. Man geht in die Küche.
Der Hund teleportiert sich. Man holt nur ein Glas Wasser. Der Hund schaut enttäuscht.
Mia:
„Ich dachte, heute ändern wir das Konzept von Snacks.“
🧘🏽♂️ Der Sport-Check:
Man macht Yoga, der Hund schaut kritisch. Man macht Bauchtraining, der Hund legt sich auf die Matte.
Man rudert, der Hund denkt:
„Interessant. Der Mensch bewegt sich. Kommt aber nicht vorwärts.“
Mia denkt:
„Ich hätte da eine effizientere Lösung: Spaziergang.“
💻 Der Homeoffice-Schatten:
Man arbeitet, der Hund liegt nebenan.
Man steht auf – der Hund steht auf. Man setzt sich – der Hund setzt sich.
Man denkt:
Ich habe keinen Hund. Ich habe einen persönlichen Assistenten.
Mia:
„Ich bin nicht anhänglich. Ich bin hier die Projektleitung.“
🚪 Der Tür-Test:
Tür zu? Unmöglich.
Hund vor der Tür:
Dramatischer Blick. Tür auf – Hund geht nicht rein. Er wollte nur wissen, ob die Tür grundsätzlich offen bleiben könnte.
Mia:
„Ich wollte nur klären, wer hier die Architektur bestimmt.“
🍽️Der Blick beim Essen:
Man isst, der Hund sitzt da. Nicht bettelnd, nicht aufdringlich, nur emotional.
👀 Mit einem Blick, der sagt:
„Ich bin nicht hungrig. Ich bin nur moralisch betroffen.“
🛌🏽 Der Nachtmodus:
Der Hund schläft tief.
Man bewegt sich im Bett – der Hund rückt nach. Noch näher. Noch näher.
Bis man merkt:
Man liegt nicht im Bett. Man liegt im Hund.
Mia:
„Ich bin kein Haustier. Ich bin ein Heizsystem.“
🔎 Der Kontrollgang:
Man geht ins andere Zimmer.
Nach fünf Minuten taucht ein Hund auf, schaut, registriert und geht wieder. Wie ein Sicherheitsdienst.
Mia:
„Alles gut. Du machst nichts Verdächtiges.“
Die große Wahrheit: Hunde folgen uns nicht, weil sie müssen. Sie folgen uns, weil sie wollen.
Und weil sie denken:
„Der Mensch ist komisch. Ich bleib lieber in seiner Nähe.“
Mia:
„Man weiß ja nie.“
3. Spielen Rassen eine Rolle? 🐕
Ja – und zwar mehr, als man denkt. Denn manche Hunde sind „Team Mensch“ von Natur aus. Und andere sind eher… „Team Sofa“. Beides ist okay. Es hilft nur, es einzuordnen.
🐕 Die „Alles klar, ich komme“-Rassen:
Malteser, Chihuahua, Cavalier King Charles Spaniel, Labrador Retriever, Golden Retriever, Australian Shepherd, Border Collie, Pudel, Cocker Spaniel.
Viele dieser Hunde wurden über Generationen darauf gezüchtet, eng mit Menschen zusammenzuarbeiten oder sehr menschenbezogen zu leben. Sie sind oft aufmerksam, sozial, orientieren sich stark an ihrer Bezugsperson – und finden es normal, dass man Dinge gemeinsam macht.
Wenn der Mensch aufsteht, denken sie:
„Alles klar. Ich komme mit.“
Nicht, weil sie müssen. Sondern weil das für sie das Leben ist.
🪷Die „Geh du ruhig, ich bleib hier“-Rassen:
Shiba Inu, Akita, Chow Chow, Basenji, Afghanischer Windhund, nordische Rassen, manche Terrier.
Das sind häufig Hunde, die unabhängiger wirken, eigene Entscheidungen treffen und nicht bei jeder Bewegung aufspringen.
Wenn der Mensch aufsteht, lautet die innere Antwort eher:
„Viel Spaß. Ich bleib hier liegen.“
Und wenn sie dann doch mitkommen – dann meistens, weil sie es wirklich wollen. Nicht, weil sie automatisch folgen.
🥼 Was sagt die Wissenschaft?
Genetik und Zuchtziele beeinflussen Verhalten. Rassen unterscheiden sich oft in sozialer Orientierung, Kooperationsbereitschaft und Unabhängigkeit.
Das heißt nicht, dass jeder Hund „seiner Rasse“ entspricht – aber Tendenzen gibt es.
👩🏽 Was sagen HundeTrainer?
Es ist kein Erziehungsfehler, wenn ein Hund nah ist. Oft ist es einfach Typ. Wichtig ist, dass der Hund auch Ruhe kann – und nicht in Stress kippt.
Was sagt 🐶Mia?
„Ich bin Malteser. Natürlich komme ich mit.“
Rassen-Check: Wie „anklettig“ sind Hunde? Zum Aufklappen
| Rasse / Typ | Anhänglichkeit (Tendenz) | Typische Merkmale (kurz & ehrlich) | Worauf Halter achten sollten |
|---|---|---|---|
| Mischling | 🐾🐾🐾 (variiert) | so individuell wie ein Fingerabdruck | Charakter zählt mehr als „Etikett“ – beobachte den Hund, nicht das Klischee. |
| Malteser | 🐾🐾🐾🐾🐾 | menschenbezogenkuschelprofi | Ruhe/Alleinbleiben bewusst üben, sonst wird aus Nähe schnell „Klett“. |
| Havaneser | 🐾🐾🐾🐾🐾 | freundlichBegleithund | Bindung ist toll – trotzdem Pausen & Alleinzeit trainieren. |
| Chihuahua | 🐾🐾🐾🐾 | loyalmutig (im Mini-Format) | Früh Sicherheit & Umwelttraining, sonst wird aus „klein“ schnell „laut“. |
| Französische Bulldogge | 🐾🐾🐾🐾 | clownigmenschenlieb | Auf Gesundheit/Atmung achten, Stress vermeiden, Ruhe-Rituale helfen. |
| Mops | 🐾🐾🐾🐾 | anhänglichgemütlich | Hitze/Belastung im Blick behalten, sanfte Beschäftigung. |
| Labrador Retriever | 🐾🐾🐾🐾 | familienfreundlichkooperativ | Auslastung + Futtermanagement (Labrador-Magen hat oft eigene Pläne). |
| Golden Retriever | 🐾🐾🐾🐾 | sanftsozial | Alleinbleiben üben, sonst wird aus „nett“ schnell „ich vermisse dich“. |
| Deutscher Schäferhund | 🐾🐾🐾 | loyalwachsam | Klare Führung, Beschäftigung, nicht „nur Garten“ – Kopf will arbeiten. |
| Australian Shepherd | 🐾🐾🐾🐾 | arbeitsfreudigmenschenfokussiert | Ruhigsein trainieren! Sonst kontrolliert der Hund irgendwann den Kalender. |
| Border Collie | 🐾🐾🐾🐾 | hochintelligentsensibel | Nicht nur Action – vor allem Entspannung & klare Aufgaben. |
| Pudel (alle Größen) | 🐾🐾🐾🐾 | klugbindungsstark | Geistige Auslastung + Fellpflege, sonst wird’s „Drama im Badezimmer“. |
| Dackel / Teckel | 🐾🐾🐾 | eigensinnigmutig | Konsequenz ohne Härte – und bitte nicht unterschätzen: Charakter auf kurzen Beinen. |
| Jack Russell Terrier | 🐾🐾🐾 | energiegeladenclever | Beschäftigung + Impulskontrolle, sonst übernimmt er die Hausordnung. |
| Beagle | 🐾🐾🐾 | freundlichSpürnase | Rückruf & Nasenarbeit – sonst folgt er eher dem Duft als dir. |
| DOBERMANN | 🐾🐾🐾 | loyalsensibel | Gute Sozialisierung, ruhige Führung, klare Regeln. |
| Rottweiler | 🐾🐾🐾 | starkfamilienbezogen | Erziehung & Sozialkontakt, ruhige Konsequenz, Körpersprache zählt. |
| Boxer | 🐾🐾🐾🐾 | albernmenschenlieb | Bewegung + Ruhe lernen, sonst bleibt er „Junghund im Dauerabo“. |
| Berner Sennenhund | 🐾🐾🐾🐾 | sanftfamiliennah | Moderate Auslastung, Gesundheit im Blick, nicht überfordern. |
| Husky | 🐾🐾 | eigenständiglaufstark | Ausbruchssicher & Beschäftigung – sonst geht er „kurz“ einkaufen. |
| Shiba Inu | 🐾🐾 | unabhängigkatzen-ähnlich | Geduld, Bindung über Vertrauen, nicht über Druck. |
| Akita | 🐾🐾 | würdevolleigenständig | Frühe Sozialisierung, klare Regeln, ruhige Führung. |
| Cavalier King Charles Spaniel | 🐾🐾🐾🐾🐾 | schmusigmenschenbezogen | Alleinbleiben üben, sonst wird aus Liebe schnell Kummer. |
| Cocker Spaniel | 🐾🐾🐾🐾 | fröhlichsensibel | Sanfte Führung, klare Regeln, Beschäftigung über Nase/Apport. |
| Zwergspitz / Pomeranian | 🐾🐾🐾🐾 | anhänglichwachsam | Ruhe trainieren, sonst kommentiert er jeden Paketboten live. |
| Yorkshire Terrier | 🐾🐾🐾🐾 | loyalmutig | Konsequenz + Fellpflege, sonst wird’s „Chef im Flur“. |
| Whippet | 🐾🐾🐾 | ruhig drinnenschnell draußen | Kurze Sprint-Auslastung, warm halten, sensible Seele. |
| Deutsche Dogge | 🐾🐾🐾 | sanfter Rieseruhig | Gesundheit & Gelenke, nicht zu viele Treppen, moderat bewegen. |
| Collie | 🐾🐾🐾🐾 | sensibelmenschenfokussiert | Ruhiges Training, klare Rituale, nicht überdrehen. |
| Dalmatiner | 🐾🐾🐾 | sportlichmenschenbezogen | Auslastung + Ruhe lernen, sonst wird’s „Dauerlauf im Kopf“. |
| Vizsla (Ungarischer Vorstehhund) | 🐾🐾🐾🐾 | anhänglicharbeitsfreudig | Nicht unterschätzen: Nähe + Bewegung + Nasenarbeit. |
| Weimaraner | 🐾🐾🐾 | loyaljagdlich | Konsequenz & Aufgabe, sonst sucht er sich selbst Projekte. |
| Deutsch Drahthaar / Kurzhaar | 🐾🐾🐾 | arbeitsstarkausdauernd | Hoher Beschäftigungsbedarf, klare Struktur. |
| Zwergschnauzer | 🐾🐾🐾 | wachsamclever | Grenzen + Beschäftigung, sonst „Kommentator im Fenster“. |
| Schäferhund-Mix / Hütehund-Mix | 🐾🐾🐾 (variiert) | oft kooperativaufmerksam | Ruhe trainieren, klare Aufgaben, nicht nur Ball & Action. |
4. Nähe oder Verlustangst – wie erkennt man den Unterschied?💝
Gesund anhänglich ist ein Hund, wenn er ruhig bleibt, auch allein entspannen kann, nicht panisch reagiert und zwischendurch Abstand zulässt. Ein Hund darf folgen – aber er kann auch mal liegen bleiben, ohne dass innerlich alles zusammenklappt.
Kritisch wird es, wenn ein Hund extreme Unruhe zeigt, keine Ruhe mehr findet, stark leidet, wenn der Mensch geht, oder schon bei den kleinsten „Weggeh-Signalen“ (Jacke, Schlüssel, Schuhe) sichtbar gestresst wird. Dann spricht man von Trennungsstress.
Und der ist belastend – für Hund und Mensch.
🧑🏽🔬 Was sagt die Wissenschaft?
Trennungsstress ist ein ernstzunehmendes Problem, bei dem der Hund nicht gelernt hat, dass Alleinsein sicher ist.
Stress kann sich in Verhalten zeigen, aber auch körperlich (Hecheln, Unruhe, Magen-Darm).
🧑🏽 Was sagen HundeTrainer?
Entscheidend ist:
Nicht schimpfen und nicht „einfach aushalten lassen“.
Trennungsstress wird mit kleinschrittigem Training bearbeitet, bei dem der Hund echte Sicherheit lernt.
Was sagt 🐶 Mia?
„Wenn ich wirklich Angst hätte, würdest du’s merken. Ich bin klein, aber Drama kann ich.“
5. Was hilft bei echter Verlustangst? 💚
Wenn ein Hund wirklich Trennungsstress hat, ist das keine „Macke“ und auch kein „Der will dich ärgern“.
Das ist echter Stress – manchmal sogar Panik. Und der zeigt sich leider nicht immer nur leise.
Manche Hunde werden still und erstarren, andere laufen wie aufgezogen durch die Wohnung, hecheln, winseln, jaulen oder bellen.
Und manche machen das, was Menschen dann verzweifelt beschreiben mit:
„Ich kann nicht mal kurz zum Bäcker. Der zerfetzt mir alles.“
💔 Typische Anzeichen von Trennungsstress können sein:
Unruhe, Hecheln, Speicheln, ständiges Hin-und-her-Laufen, Jaulen/Bellen, Kratzen an Türen, Zerstören von Gegenständen (vor allem an Fenstern, Türen, Kanten), Unsauberkeit, Erbrechen oder Durchfall vor/ während des Alleinseins.
Und oft kommt noch etwas dazu, das viele unterschätzen:
Der Hund kann sich vorher schon „hochfahren“, wenn er merkt, dass der Mensch gleich geht – Jacke, Schlüssel, Schuhe… zack, innerer Alarm.
Und ja – viele sagen dann:
„Ich kann gar nicht weggehen, ich habe es meinem Hund nie beigebracht.“
Das fühlt sich schlimm an, aber die gute Nachricht ist:
Hunde können das auch später noch lernen.
Nicht immer von heute auf morgen – aber mit einem planvollen Training kann sehr viel besser werden.
Entscheidend ist:
Nicht „aushalten lassen“ und hoffen, dass er irgendwann aufgibt.
Sondern:
Sicherheit aufbauen, Schritt für Schritt.
👉 Ziel ist nicht Distanz. Ziel ist Sicherheit. Der Hund soll nicht „lernen, dass es egal ist“.
Er soll lernen:
„Ich bin sicher, auch wenn du kurz weg bist.“
📝 Mini-Anleitung: Wie übt man Alleinbleiben richtig? (sanft & machbar)
Schritt 1: Erst Ruhe trainieren – bevor man geht.
Bevor es überhaupt ums Alleinsein geht, braucht der Hund eine echte Ruhe-Fähigkeit.
Also: Decke/Platz, entspannen, runterfahren. Nicht als Kommando-Krampf, sondern als Ritual:
„Hier darfst du loslassen.“
Schritt 2: Mini-Trennungen im Alltag – ohne großes Theater.
Erstmal nicht „arbeiten gehen“,
sondern:
einmal kurz aus dem Raum, wieder rein. 5 Sekunden. 10 Sekunden. 20 Sekunden.
Der Hund soll merken:
„Du gehst kurz, du kommst wieder. Und es passiert nichts Schlimmes.“
Das klingt banal – ist aber die Basis.
Schritt 3: Die Tür ist nicht der Endgegner.
Viele Hunde triggern Türen.
Deshalb üben:
Tür kurz zu, wieder auf. Ohne Drama.
Ohne „Tschüss mein Schatz ich bin gleich wieder da“. Je weniger emotional aufgeladen, desto besser.
Der Hund soll nicht denken:
„Aha, jetzt passiert etwas Großes.“
Sondern:
„Ach so. Normal.“
Schritt 4: Dauer nur erhöhen, wenn der Hund wirklich ruhig bleibt.
Wichtig:
Nicht steigern, wenn der Hund schon am Limit ist. Sonst lernt er „Alleinsein = Stress“.
Das Training funktioniert anders herum:
Der Hund soll Erfolg sammeln. Viele kleine, sichere Wiederholungen sind besser als ein großer Sprung.
Schritt 5: Weggeh-Signale entzaubern.
Wenn Schlüssel & Jacke Panik auslösen, muss man genau das üben:
Schlüssel nehmen, wieder hinlegen. Jacke anziehen, wieder ausziehen. Schuhe an, Schuhe aus. Damit diese Dinge wieder „langweilig“ werden.
Schritt 6: Beschäftigung nur, wenn sie wirklich beruhigt.
Kauartikel, Schleckmatte oder Futterspiel können helfen – aber nur, wenn der Hund dabei wirklich runterfährt.
Wenn er so gestresst ist, dass er nicht fressen kann, ist das ein Hinweis:
Es ist noch zu schwer.
Schritt 7: Unterstützung holen, wenn es stark ist.
Bei echtem Trennungsstress ist ein guter Trainer Gold wert – am besten jemand, der wirklich mit kleinschrittigem Training arbeitet.
Und manchmal ist auch ein Tierarzt wichtig, um körperliche Ursachen oder Stressfolgen auszuschließen (z. B. Magen-Darm, Schmerzen, hormonelle Faktoren).
Was sagt die Wissenschaft? 🧠
Sicherheit entsteht durch Wiederholung, Vorhersagbarkeit und kleinschrittiges Lernen.
Je ruhiger und planbarer das Training, desto besser.
Der Hund lernt nicht durch „Aushalten“, sondern durch Erfahrungen, die ihm zeigen:
„Ich schaffe das. Mir passiert nichts.“
👱🏽♀️ Was sagen Hundetrainer? 🐾
Gute Trainer sagen:
Man trainiert nicht „Alleinsein“, man trainiert Entspannung.
Und man steigert nur so weit, wie der Hund stabil bleibt. „Ein sicherer Hund muss nicht folgen – er darf.“
Training heißt:
Der Hund kann loslassen, ohne Stress.
Was sagt Mia? 🐶
„Ich darf folgen. Also tue ich es.“
Und ganz ehrlich:
Wenn ein Hund wirklich Angst hat, hilft kein „Reiß dich zusammen“.
Dann hilft nur:
Geduld, Plan – und ein Mensch, der ruhig bleibt. Und vielleicht ein Kauknochen. Nur so als Idee.
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Wenn Hunde allein sind, brauchen sie vor allem eins: einen Ort, an dem sie sich sicher, geborgen und gemütlich fühlen. Genau das liebe ich an den Hundebetten von Emmy & Pepe: weich, hochwertig und einfach wunderschön.
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(Mia meint übrigens: „Ein gutes Hundebett ist kein Luxus – das ist Grundausstattung.“ 🐾)
Fazit 🐾💚
Hunde folgen uns nicht immer, weil sie Angst haben.
Oft folgen sie, weil sie uns mögen, weil sie sich an uns orientieren und weil Nähe für sie einfach dazugehört.
Manche Hunde sind „Velcro Dogs“ – Klettverschluss inklusive – und das ist erst einmal nichts Schlimmes. Es ist Bindung. Es ist Teamgefühl.
Es ist:
„Wir gehören zusammen.“
Gleichzeitig lohnt es sich, genau hinzuschauen:
Wirkt der Hund ruhig und zufrieden? Kann er auch mal liegen bleiben? Kann er allein sein, ohne Stress?
Dann ist dieses Folgen meist einfach ein liebevoller Alltagsreflex. Eine Mischung aus Bindung, Gewohnheit, Neugier – und ja, manchmal auch aus dem Verdacht, dass in der Küche eventuell spontan ein Snack-Konzept geändert wird.
Wenn ein Hund jedoch beim Alleinsein wirklich leidet, sprechen wir von Trennungsstress.
Und der ist ernst – aber nicht hoffnungslos. Auch Hunde, die es nie gelernt haben, können später noch lernen, dass Alleinsein sicher ist.
Nicht durch Druck, sondern durch viele kleine, erfolgreiche Schritte. Sicherheit wächst nicht durch „Augen zu und durch“,
sondern durch:
„Ich schaffe das.“
Was sagt Mia? 🐶💬
„Ich folge nicht immer, weil ich Angst habe. Manchmal folge ich, weil ich neugierig bin. Manchmal, weil ich gern dabei bin. Und manchmal… weil ich sicherstellen muss, dass du ohne mich keinen Quatsch machst.“
Und wenn wir ganz ehrlich sind:
Dieses kleine „Hinterhergetrappel“ ist manchmal auch einfach Liebe auf Pfoten.
Ein stilles:
„Ich bin da.“
In diesem Sinne:
Bindungssichere Grüße, möglichst ohne Tür-Drama und mit ausreichend Sofa-Platz (für den Hund, versteht sich). 🛋️🐾
Eure Mia & Andrea von Welt auf vier Pfoten 💚🐶
📌 Ausblick – Blog News nächsten Sonntag
Zeitdruck? Dann erst recht schnüffeln! 🐾
Kennst du das auch? Morgens läuft eigentlich alles nach Plan – Jacke an, Tasche geschnappt, Blick auf die Uhr… und dein Hund beschließt plötzlich, dass genau jetzt die große Schnüffel-Expedition startet. Jeder Grashalm wird untersucht, der perfekte Platz zur Wissenschaft erklärt –
und Frauchen steht daneben und denkt nur:
„Wir müssen los… irgendwann heute vielleicht?“
Warum Hunde ausgerechnet dann alle Zeit der Welt haben, wenn wir sie am wenigsten haben, schauen wir uns nächsten Sonntag genauer an. Es geht um Instinkt, Entspannung, kleine Morgenrituale – und natürlich um die Frage, warum Schnüffeln für Hunde oft wichtiger ist als unser Terminkalender.
Und Mia? Die sagt jetzt schon:
👉 „Stress hast du. Ich recherchiere.“
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