Erkennen Hunde ihre eigene Rasse?

Verรถffentlicht am 16. Mai 2026 um 22:31

Warum Mia bei Maltesern plötzlich an eine Familienzusammenführung glaubt.

Hallo liebe Hundefreunde auf vier und zwei Beinen, ๐Ÿพ๐Ÿ’›

manchmal passiert beim Gassi etwas, da steht man als Mensch einfach daneben und denkt:

๐Ÿ‘‰ „Okay. Das hätte ich jetzt gern in Zeitlupe gesehen.“

 

So war es bei uns an einem ganz normalen Spaziergang mit Mia.

 

Eigentlich war alles wie immer. Mia lief vorneweg, natürlich mit dieser Mischung aus Prinzessin, Sicherheitsdienst und kleiner weißer Projektleitung. Ich hing am anderen Ende der Leine und durfte wie üblich die Rolle übernehmen, die Frauchen beim Gassi nun einmal hat:

 

๐Ÿฆฎ Leine halten.

๐Ÿ‘ Beutel tragen.

๐Ÿ™†‍โ™€๏ธ Nicht im Weg stehen.


Und bitte möglichst rechtzeitig erkennen, ob vorne ein Feind, Freund oder potenzieller Ehemann auftaucht.

 

Dann sah Mia plötzlich etwas. Ein kleiner weißer Hund kam uns entgegen. Nicht irgendein Hund.

โžก๏ธ Ein Malteser.

 

Und zwar einer von der Sorte:

๐Ÿ‘‰ „Moment mal… der sieht aus wie Mia.“

 

Mia blieb stehen. Nicht hektisch. Nicht empört.Nicht im üblichen Modus:

โžก๏ธ „Wer bist du und warum bewegst du dich in meiner Atmosphäre?“

 

Sondern eher so, als hätte sie gerade ihr eigenes Spiegelbild auf vier Pfoten entdeckt.

 

Ihr Blick sagte ungefähr:

๐Ÿ‘‰ „Frauchen… ich glaube, da vorne läuft eine zweite Version von mir.“

 

Und während Mia noch versuchte, diese flauschige Erscheinung innerlich zu sortieren, kam plötzlich noch ein zweiter Malteser dazu.

 

โžก๏ธ Ohne Leine.

โžก๏ธ  Auch weiß.

โžก๏ธ Auch klein.

โžก๏ธ Auch fluffig.

 

Auch irgendwie… Mia-ähnlich.

 

Und da stand sie nun. ๐Ÿถ Mia.

 

Zwischen zwei Hunden, die aussahen, als hätte jemand sie aus derselben Wattewolke ausgeschnitten.

 

Ich schwöre, wenn Hunde Gedankenblasen hätten, über Mias Kopf hätte gestanden:

๐Ÿ‘‰ „Sehe ich doppelt?“

๐Ÿ‘‰ „Habe ich zu viel Wasser getrunken?“

๐Ÿ‘‰ „Oder hat Frauchen heimlich Ersatz-Mias bestellt?“

 

Und das wirklich Erstaunliche war:

Alle drei verstanden sich hervorragend.

 

โžก๏ธ Kein Gezicke.

โžก๏ธ Kein Misstrauen.

โžก๏ธ Keine dramatische Hündinnen-Konferenz.

โžก๏ธ Kein: „Das ist MEIN Gehweg.“

 

Dabei war sogar ein Mädchen dabei. Und wer Mia kennt, weiß:

Bei fremden Hündinnen verteilt sie ihre Sympathiepunkte normalerweise nicht wie Gratisproben im Supermarkt.

Aber hier? Hier war alles weich. Freundlich. Interessiert. Vertraut.

 

Fast so, als hätte Mia gedacht:

๐Ÿ‘‰ „Ach so. Ihr gehört zur Familie. Dann ist natürlich alles anders.“

 

Und genau da kam bei mir diese Frage auf:

โžก๏ธ Erkennen Hunde eigentlich ihre eigene Rasse?

 

Denkt ein Malteser wirklich:

๐Ÿ‘‰ „Ah, du bist auch ein Malteser. Komm, wir gründen einen Flauschverein.“

 

Denkt ein Golden Retriever:

๐Ÿ‘‰ „Bruder im Fell, ich erkenne dich.“

 

Oder läuft im Hundekopf etwas ganz anderes ab?

๐Ÿพ Die große Frage: Erkennt ein Hund seine eigene Rasse?

Ganz ehrlich: Die Vorstellung ist natürlich herrlich.

 

Mia sieht einen Malteser und denkt:

๐Ÿ‘‰ „Endlich jemand aus meiner Abteilung.“

 

 

Ein Golden Retriever trifft einen anderen Golden Retriever und denkt:

๐Ÿ‘‰ „Ah, Kundenservice auf vier Pfoten. Sehr sympathisch.“

 

 

Ein Dackel begegnet einem Dackel und denkt:

๐Ÿ‘‰ „Lang, niedrig, selbstbewusst. Offensichtlich Qualität.“

 

 

Und ein Chihuahua sieht einen anderen Chihuahua und sagt:

๐Ÿ‘‰ „Klein, aber Meinung. Gefällt mir.“

 

 

Aber so menschlich sortieren Hunde die Welt wahrscheinlich nicht.

โžก๏ธ Ein Hund kennt keine Rassestandards.

โžก๏ธ Er blättert nicht innerlich im Hunderassen-Lexikon.

โžก๏ธ Er denkt vermutlich nicht:

๐Ÿ‘‰ „Aha, Gruppe 9, Gesellschafts- und Begleithunde, Unterabteilung kleine weiße Herzensbrecher.“

 

Trotzdem heißt das nicht, dass Hunde Ähnlichkeit nicht bemerken. Im Gegenteil.

 

Hunde nehmen unfassbar viele Details wahr, die uns Menschen oft entgehen.

๐ŸŸฃ Sie sehen Bewegungen.

๐ŸŸฃ Sie riechen Informationen, die für uns komplett unsichtbar sind.

๐ŸŸฃ Sie lesen Körperspannung.

๐ŸŸฃ Sie merken, ob ein anderer Hund weich, steif, freundlich, unsicher oder aufdringlich wirkt.

๐ŸŸฃ Sie erkennen, ob ein Hund ungefähr in ihrer Größe ist.

๐ŸŸฃ Sie nehmen wahr, ob sich ein Hund ähnlich bewegt.

 

 

Und daraus kann ein Gefühl entstehen:

๐Ÿ‘‰ „Den verstehe ich.“

๐Ÿ‘‰ „Der ist mir vertraut.“

๐Ÿ‘‰ „Der macht mir keine Angst.“

๐Ÿ‘‰ „Mit solchen Hunden hatte ich schon gute Erfahrungen.“

 

 

Vielleicht denkt Mia also nicht:

๐Ÿ‘‰ „Das ist ein Malteser.“

 

 

Vielleicht denkt sie eher:

๐Ÿ‘‰ „Das ist ein kleiner weißer Hund mit meiner Frisur, meiner Größe und meiner Energie. Der wirkt wie jemand, den man nicht sofort anzeigen muss.“

 

Und für Mia ist das schon ein großes Kompliment. ๐Ÿ˜„

 

๐Ÿถ Was sagt Mia dazu?

Also bitte. Natürlich erkenne ich Hunde aus der gehobenen Wattebausch-Klasse. Ich sehe doch, ob jemand Stil hat.

 

Wenn da ein kleiner weißer Hund kommt, der aussieht, als wäre er ebenfalls aus einer Wolke gefallen, dann weiß ich:

๐Ÿ‘‰ „Aha. Verwandtschaft im weiteren Sinne.“

 

Ob das biologisch stimmt, ist mir egal. Ich brauche keinen Stammbaum. Ich brauche nur einen Blick. Und wenn der andere Hund aussieht wie ich, sich höflich benimmt und nicht sofort mit Schlammfüßen in mein Privatleben springt, dann bin ich bereit für soziale Kontakte.

 

Für Mia war das eindeutig. Sie sah aus wie ich. Dann kam noch einer.

๐ŸŸฃ Da musste ich kurz prüfen, ob Frauchen eventuell aus Versehen auf „Mia kopieren“ gedrückt hat.

 

Aber am Ende war alles gut.

๐ŸŸฃ Drei weiße Hunde.

๐ŸŸฃ Ein Gehweg.

๐ŸŸฃ Viel Eleganz.

๐ŸŸฃ Wenig Drama.

 

So stelle ich mir Familienfeiern vor. Ohne Kartoffelsalat.

๐Ÿง  Warum ähnliche Hunde oft leichter miteinander klarkommen

Wenn Hunde sich begegnen, läuft in Sekunden unglaublich viel ab.

 

Wir Menschen sehen vielleicht nur:

โžก๏ธ „Oh, zwei Hunde schnuppern sich an.“

 

Der Hund dagegen verarbeitet ungefähr 700 Informationen gleichzeitig.

๐ŸŸฃ Wie kommt der andere auf mich zu?

๐ŸŸฃ Ist er locker oder angespannt?

๐ŸŸฃ Guckt er direkt?

๐ŸŸฃ Geht er frontal?

๐ŸŸฃ Wedelt er weich oder steif?

๐ŸŸฃ Ist sein Körper hoch, tief, seitlich, schnell, langsam?

๐ŸŸฃ Riecht er nach Stress, Hormonen, Krankheit, Angst, Aufregung, Leckerli oder Gartenzaun?

 

Für Hunde ist eine Begegnung kein simples Hallo.

 

Es ist eher ein Vorstellungsgespräch mit Geruchsprobe, Körpersprache-Test und Sicherheitsanalyse.

 

 

Und jetzt stell dir vor, der andere Hund ist ungefähr so groß wie du.

๐ŸŸฃ Er bewegt sich ähnlich.

๐ŸŸฃ Er hat eine ähnliche Körperform.

๐ŸŸฃ Er wirkt nicht überwältigend.

๐ŸŸฃ Sein Tempo passt zu deinem.

๐ŸŸฃ Seine Signale sind für dich gut lesbar.

 

Dann ist die Chance größer, dass du dich wohlfühlst.

 

 

Ein kleiner Hund wie Mia muss bei einem anderen kleinen, freundlichen Hund nicht sofort denken:

๐Ÿ‘‰ „Bitte nicht über mich drüberfallen.“

 

 

Bei einem sehr großen, stürmischen Hund kann selbst freundliche Begeisterung schnell wirken wie:

๐Ÿ‘‰ „Achtung, ein gut gelaunter Kühlschrank kommt angerannt.“

 

Und Mia ist zwar mutig, aber sie ist nicht lebensmüde. Sie mag höfliche Hunde. Hunde, die anklopfen, bevor sie emotional ins Wohnzimmer stürmen.

 

Und genau deshalb können ähnliche Hunde manchmal leichter miteinander umgehen.

 

 

Nicht, weil sie wissen:

๐Ÿ‘‰ „Wir sind dieselbe Rasse.“

 

Sondern weil sie sich besser einschätzen können.

 

 

๐Ÿพ Mias Kommentar

Ich möchte an dieser Stelle festhalten:

โžก๏ธ Ich habe nichts gegen große Hunde. Wirklich nicht.

โžก๏ธ Es gibt sehr charmante große Hunde.

 

Aber manche kommen auf einen zu, als hätten sie gerade drei Energy-Drinks getrunken und eine Einladung zu meiner persönlichen Grenze bekommen.

 

Dann heißt es immer:

๐Ÿ‘‰ „Der will nur spielen.“

 

Ja. Ich aber vielleicht nicht. Oder zumindest nicht als Teppich.

 

Ein kleiner flauschiger Hund versteht oft schneller, dass man sich als Dame von Welt nicht einfach umrennen lässt.

 

โžก๏ธ Das ist keine Rassefrage.

โžก๏ธ Das ist Benehmen.

๐Ÿ’› Die Sache mit Pamuk: Warum Mias Herz bei Mini-Spitzen aufgeht

Und dann gibt es da noch eine ganz besondere Kategorie:

๐ŸŸฃ Mini-Spitze. Bei denen setzt bei Mia gefühlt etwas aus.

 

Man kann fast zusehen, wie in ihrem kleinen Kopf plötzlich Geigenmusik läuft. Ein Mini-Spitz taucht auf und Mia ist nicht mehr Mia.

 

Sie ist dann eine Mischung aus Schneewolke, Teenager und romantischer Hauptfigur in einem Hundeliebesfilm.

 

 

Und ich glaube, das hat einen Namen:

โžก๏ธ Pamuk. ๐Ÿถ

 

Pamuk war Mias Welpenfreund. Ein cremebeiger Mini-Spitz, mit dem sie ein Stück weit aufgewachsen ist. Sie sind oft zusammen Gassi gegangen. Es war eine vertraute Familie, eine schöne Zeit, eine frühe positive Erfahrung.

 

Und solche Erfahrungen brennen sich bei Hunden tief ein. Pamuk war für Mia nicht einfach nur ein Hund.

 

 

Pamuk war:

๐Ÿ’Ÿ Vertrautheit.

๐Ÿ’Ÿ Freude.

๐Ÿ’Ÿ Sicherheit.

๐Ÿ’Ÿ Jugend.

๐Ÿ’Ÿ Spiel.

๐Ÿ’Ÿ Flausch.

๐Ÿ’Ÿ Herzklopfen auf vier Pfoten.

 

Wenn Mia heute einen Mini-Spitz sieht, denkt sie vermutlich nicht:

๐Ÿ‘‰ „Ah, ein Vertreter der Rasse Zwergspitz.“

 

 

Sondern:

๐Ÿ‘‰ „Dieses Gefühl kenne ich.“

 

 

Und das ist stark. Denn Hunde lernen nicht nur über Kommandos. Sie lernen über Emotionen.

 ๐ŸŸฃWas sich gut anfühlt, wird gespeichert.

 ๐ŸŸฃWas Angst macht, wird gespeichert.

๐ŸŸฃ Was weh tut, wird gespeichert.

๐ŸŸฃ Was nach Freundschaft riecht, wird erst recht gespeichert.

 

 

Vielleicht hat Mias Gehirn damals eine kleine Schublade angelegt:

Mini-Spitz = sicher, schön, freundlich, Herzchen. ๐Ÿ’—

 

 

Und jedes Mal, wenn so ein kleiner Spitz auftaucht, springt diese Schublade auf.

๐ŸŒŸ Mit Glitzer.

 

 

๐Ÿถ Was sagt Mia dazu?

Pamuk war nicht irgendein Hund. Pamuk war Pamuk. Cremefarben. Flauschig. Charmant. Höflich.

 

Ein Gentleman mit Watte-Optik.

 

 

Wenn heute ein Mini-Spitz auftaucht, kann ich nichts dafür, dass mein Gehirn kurz Urlaub nimmt.

โžก๏ธ Das ist kein Kontrollverlust.

โžก๏ธ Das ist Erinnerungspflege.

โžก๏ธ Frauchen nennt es „verliebt“.

 

 

Ich nenne es:

emotionale Wiedererkennung mit dekorativem Schwanzwedeln.

 

 

Und nur damit das klar ist:

Nicht jeder Mini-Spitz ist Pamuk. Aber jeder Mini-Spitz bekommt erstmal ein Vorstellungsgespräch auf Herzensbasis.

๐Ÿงฌ Ist das dann Prägung?

Ja, sehr wahrscheinlich spielt Prägung eine große Rolle.

 

Gerade in der Welpen- und Junghundezeit lernen Hunde, welche Artgenossen sicher, spannend, freundlich oder gefährlich wirken.

 

Diese frühen Begegnungen können beeinflussen, wie ein Hund später auf ähnliche Hunde reagiert. Ein Welpe, der viele positive Erfahrungen mit kleinen, flauschigen, ruhigen Hunden macht, kann später bei solchen Hunden entspannter sein.

 

Ein Hund, der von einem bestimmten Hundetyp bedrängt oder erschreckt wurde, kann später auf ähnliche Hunde vorsichtiger reagieren.

 

Das ist kein Vorurteil im menschlichen Sinn. Es ist ein Schutzmechanismus.

 

 

Das Hundehirn arbeitet stark mit Mustern:

๐Ÿ‘‰ „So sah etwas Gutes aus.“

๐Ÿ‘‰ „So roch etwas Schönes.“

๐Ÿ‘‰ „So bewegte sich ein sicherer Hund.“

๐Ÿ‘‰ „So sah aber auch mal ein Problem aus.“

 

Und daraus entstehen Sympathien, Abneigungen, Unsicherheiten oder Vorlieben.

 

Vielleicht ist das ein bisschen wie bei Musik. Wenn ein bestimmtes Lied in einer schönen Lebensphase lief, bekommt man Jahre später beim Hören sofort ein warmes Gefühl.

 

Bei Mia ist das Lied vielleicht kein Lied. Es ist ein Mini-Spitz. Mit Fell. Und Beinen.

 

 

๐Ÿพ Mias Kommentar

Menschen nennen das Prägung.

 

Ich nenne das:

Man merkt sich eben Qualität.

 

Wenn ein Hund in meiner Jugend freundlich war, dann speichere ich das. Wenn einer unhöflich war, speichere ich das auch. Ich habe ein ausgezeichnetes Archiv.

 

Nur bei Kommandos wie „Komm jetzt weiter“ kann es gelegentlich technische Ausfälle geben.

๐Ÿ‘€ Warum manche Hunde bestimmte Hundetypen schwieriger finden

Natürlich gibt es nicht nur Liebe auf den ersten Blick.

 

Manche Hunde reagieren auf bestimmte Hundetypen immer wieder unsicher, angespannt oder laut.

 

 

Vielleicht kennt ihr solche Sätze:

๐Ÿ‘‰ „Mein Hund mag keine schwarzen Hunde.“

๐Ÿ‘‰ „Mein Hund hat Angst vor Schäferhunden.“

๐Ÿ‘‰ „Mein Hund reagiert immer bei sehr großen Hunden.“

๐Ÿ‘‰ „Mein Hund kann mit Hunden mit kurzer Schnauze nicht so gut umgehen.“

 

 

Wichtig ist dabei:

Das bedeutet nicht, dass diese Hunde „schlecht“ sind.

 

Und es bedeutet auch nicht, dass bestimmte Rassen grundsätzlich problematisch wären. Überhaupt nicht.

 

Mia hat zum Beispiel einen Mops-Kumpel, den sie sehr gern mag.

 

 

Und genau das zeigt wunderbar:

๐ŸŸฃ Es geht nicht um eine pauschale Bewertung einer Rasse.

๐ŸŸฃ Es geht um Kommunikation.

๐ŸŸฃ Um Erfahrung.

๐ŸŸฃ Um Lesbarkeit.

๐ŸŸฃ Um Situation.

๐ŸŸฃ Um den einzelnen Hund.

 

 

Denn Hunde begegnen nicht einer Rassebeschreibung. Sie begegnen einem Lebewesen.

 

Und manchmal ist dieses Lebewesen für sie leicht zu verstehen. Manchmal aber auch nicht.

 

 

๐Ÿถ Das Thema mit den kurzen Schnauzen – freundlich erklärt

Bei Hunden mit sehr kurzer Schnauze oder besonderer Gesichtsform kann es sein, dass andere Hunde bestimmte Signale anders wahrnehmen.

โžก๏ธ Nicht immer.

โžก๏ธ Nicht bei jedem Hund.

โžก๏ธ Und schon gar nicht als pauschales Problem.

โžก๏ธ Aber manchmal.

 

 

Warum?

Weil Hunde sehr viel über Gesicht und Körper lesen.

๐ŸŸฃ Augen.

๐ŸŸฃ Fang

๐ŸŸฃ Maulwinkel.

๐ŸŸฃ Atmung.

๐ŸŸฃ Kopfhaltung.

๐ŸŸฃ Spannung im Gesicht.

 

Wenn ein Hund eine andere Gesichtsform hat, weniger sichtbare Mimik zeigt oder anders atmet, kann das für manche Hunde ungewohnt sein.

 

 

Dann steht der andere Hund vielleicht da und denkt:

๐Ÿ‘‰ „Ich möchte dich verstehen, aber dein Gesicht spricht Dialekt.“

 

Das ist eigentlich ein schöner Vergleich. Hunde sprechen alle Hundesprache. Aber manche sprechen sie mit Akzent.

 

 

Ein Mops, eine Bulldogge, ein Windhund, ein Husky, ein Pudel, ein Schäferhund, ein Malteser – alle sind Hunde, aber sie wirken unterschiedlich.

๐ŸŸฃ Sie bewegen sich unterschiedlich.

๐ŸŸฃ Sie sehen unterschiedlich aus.

๐ŸŸฃ Sie kommunizieren manchmal unterschiedlich deutlich.

 

 

Und wenn ein Hund unsicher ist, kann aus „Ich verstehe dich nicht ganz“ schnell werden:

๐Ÿ‘‰ bellen

๐Ÿ‘‰ ausweichen

๐Ÿ‘‰ steif werden.

๐Ÿ‘‰ in die Leine springen.

๐Ÿ‘‰ sich größer machen.

 

Nicht aus Bosheit. Sondern aus Unsicherheit.

 

Und deshalb ist es so wichtig, freundlich darüber zu sprechen.

 

 

Nicht:

๐Ÿ‘‰ „Mein Hund mag diese Rasse nicht.“

 

 

Sondern eher:

๐Ÿ‘‰ „Mein Hund braucht bei diesem Hundetyp mehr Abstand und Zeit.“

 

Das ist viel fairer. Für beide Hunde.

 

 

๐Ÿพ Mias Kommentar

Ich möchte ausdrücklich sagen:

โžก๏ธ Ich habe nichts gegen kurze Schnauzen.

โžก๏ธ Ich habe einen Mops-Kumpel.

โžก๏ธ Sehr netter Typ.

โžก๏ธGute Manieren.

โžก๏ธ Sympathische Ausstrahlung.

 

 

Aber es gibt Hunde, bei denen ich erst kurz prüfen muss:

โžก๏ธ Was sagt dein Gesicht?

โžก๏ธ Was sagt dein Körper?

โžก๏ธ Warum schnaufst du so?

โžก๏ธ Kommst du freundlich?

โžก๏ธ Oder willst du meine persönliche Sicherheitszone renovieren?

 

Wenn ich unsicher bin, mache ich eine kleine Durchsage.

 

Frauchen nennt das „Bellen“.

 

 

Ich nenne das:

Rückfragen in erhöhter Lautstärke.

๐Ÿ’› Gibt es auch Hunde derselben Rasse, die sich gar nicht mögen?

Natürlich.

 

Auch das gehört zur Wahrheit. Nur weil zwei Hunde derselben Rasse angehören oder sich ähnlich sehen, heißt das nicht automatisch, dass sie beste Freunde werden.

 

Zwei Malteser können sich mögen.

 

 

Sie können sich aber auch anschauen und denken:

๐Ÿ‘‰ „Nein. Du bist zwar flauschig, aber deine Energie gefällt mir nicht.“

 

Gleiche Rasse bedeutet nicht gleicher Charakter.

 

Es gibt ruhige Malteser, freche Malteser, sensible Malteser, aufdringliche Malteser, souveräne Malteser und kleine Drama-Königinnen mit Engelsgesicht.

 

Also rein theoretisch. Ich nenne keine Namen. Mia schaut gerade weg.

 

Auch bei derselben Rasse spielen Temperament, Sozialisation, Tagesform, Erfahrung und Höflichkeit eine Rolle.

 

Vielleicht sieht der andere Hund ähnlich aus. Aber wenn er sich grob benimmt, zu nah kommt oder Mias Grenzen ignoriert, ist der Flauschbonus schnell aufgebraucht.

 

Ähnlichkeit kann Türen öffnen. Aber Benehmen entscheidet, ob man reinkommt.

 

 

๐Ÿถ Mias Kommentar

Nur weil jemand aussieht wie ich, heißt das nicht, dass er sich benehmen kann.

 

Das gilt übrigens auch für Menschen.

 

Frauchen sieht auch manchmal aus wie eine vernünftige Erwachsene und redet dann mit mir in Quietschstimme vor anderen Leuten.

 

Man darf sich also von Äußerlichkeiten nicht täuschen lassen.

๐Ÿงก Was können wir Menschen daraus lernen?

Ich finde dieses Thema deshalb so schön, weil es uns beim Gassi genauer hinschauen lässt.

๐ŸŸฃ Vielleicht hat unser Hund längst kleine Vorlieben, die wir bisher nur am Rande bemerkt haben.

๐ŸŸฃ Vielleicht liebt er bestimmte Hundetypen, weil sie ihn an gute Erfahrungen erinnern.

๐ŸŸฃ Vielleicht meidet er andere, weil er sie schwerer lesen kann.

๐ŸŸฃ Vielleicht reagiert er nicht auf „die Rasse“, sondern auf Energie, Haltung, Tempo oder frühere Erlebnisse.

 

 

Und vielleicht ist genau das der Punkt:

Hunde denken nicht in Schubladen wie wir.

 

Aber sie erkennen Muster. Und sie fühlen Erinnerungen. Mia sieht vielleicht keinen Stammbaum. Aber sie erkennt ein Gefühl.

 

 

Bei Maltesern vielleicht:

๐Ÿ‘‰ „vertraut“

 

 

Bei Mini-Spitzen:

๐Ÿ‘‰ „Pamuk“

 

 

Bei manchen stürmischen Hunden:

๐Ÿ‘‰ „zu viel“.

 

 

Bei höflichen Hunden:

๐Ÿ‘‰ „kann man machen“.

 

 

Und bei Frauchen mit Leckerlibeutel:

๐Ÿ‘‰ „endlich jemand mit Qualifikation“.

 

 

๐Ÿพ Mias Kommentar

Ich finde, Menschen könnten generell mehr auf ihre Hunde hören.

โžก๏ธ Wenn ich stehen bleibe, hat das Gründe.

โžก๏ธ Wenn ich begeistert bin, hat das Gründe.

โžก๏ธ Wenn ich einen Mini-Spitz sehe und kurz mein Gehirn verlasse, hat das ebenfalls Gründe.

 

Frauchen muss nur noch lernen, diese Gründe schneller zu verstehen. Aber sie bemüht sich.

 

Ich behalte sie.

Fazit: Erkennt Mia ihre eigene Rasse – oder einfach ein gutes Gefühl? ♥๏ธ

Also: Erkennen Hunde ihre eigene Rasse?

 โžก๏ธVielleicht nicht so, wie wir Menschen es meinen.

 

 

Sie denken vermutlich nicht:

๐Ÿ‘‰ „Ah, Malteser. Meine genetische Kategorie.“

 

Aber sie erkennen sehr wohl Ähnlichkeit, Körpersprache, Geruch, Bewegungsmuster und vertraute Erfahrungen.

 

 

Und daraus entsteht manchmal dieses wunderschöne Gefühl von:

๐Ÿ‘‰ „Dich kenne ich irgendwie.“

๐Ÿ‘‰ „Du bist mir nicht fremd.“

๐Ÿ‘‰ „Mit dir fühlt es sich leicht an.“

 

Bei Mia sieht man das besonders schön. Wenn sie einem Malteser begegnet, wirkt es manchmal wirklich so, als würde sie kurz überlegen, ob sie gerade ihre eigene Verwandtschaft getroffen hat.

 

Wenn sie einen Mini-Spitz sieht, ist sowieso alles verloren. Dann ist Pamuk wieder da. Nicht wirklich natürlich. Aber als Gefühl. Als Erinnerung. Als kleine flauschige Liebesnotiz aus ihrer Welpenzeit.

 

 

Und vielleicht ist genau das die schönste Antwort:

Hunde brauchen keine Rassenamen, um Nähe zu spüren.

๐ŸŸฃ Sie brauchen Vertrautheit.

๐ŸŸฃ Sie brauchen gute Erfahrungen.

๐ŸŸฃ Sie brauchen lesbare Körpersprache.

 

Und manchmal reicht ein kleiner weißer Hund, der aussieht wie man selbst, damit aus einem normalen Gassigang plötzlich eine Familienzusammenführung wird.

 

 

In diesem Sinne:

Schaut beim nächsten Spaziergang mal genauer hin. Vielleicht hat euer Hund längst eine Lieblingssorte Hund – und ihr habt nur noch nicht bemerkt, dass sein Herz bei bestimmten Fellnasen ein bisschen schneller wedelt.

 

Eure
Andrea & Mia von Welt auf vier Pfoten ๐Ÿพ๐Ÿ’›

Ausblick auf den nächsten Sonntag ๐Ÿ—ž๏ธ

Nächsten Sonntag wird’s bei uns übrigens herrlich ehrlich… ๐Ÿ˜„๐Ÿพ

 

Denn Mia hat in letzter Zeit eine ganz klare Meinung entwickelt, wenn Frauchen mal wieder zu lange aufs Handy schaut.

๐Ÿ‘‰ Pfote aufs Display.

๐Ÿ‘‰ Tiefes Seufzen.

๐Ÿ‘‰ Intensiver Blickkontakt.

 

 

Oder frei übersetzt:

„Frauchen… leg jetzt sofort das Handy weg. Ich existiere auch noch.“ ๐Ÿ“ฑ๐Ÿพ๐Ÿ˜Œ

 

Aber warum reagieren Hunde manchmal wirklich ein bisschen wie kleine Kinder, wenn wir beschäftigt sind? Können sie Eifersucht, Aufmerksamkeit oder „Ignoriertwerden“ tatsächlich wahrnehmen?

 

Und woher kommt dieses Verhalten überhaupt?

 

Genau darüber sprechen wir nächsten Sonntag in unseren Blog News – natürlich wieder mit viel Mia-Senf, Alltagshumor und spannenden Erkenntnissen rund um unsere Hunde. ๐Ÿ’›๐Ÿถ

*Werbung* ๐Ÿพ ๐ŸŒฟ

๐Ÿถ Wenn Frauchen โ€žnur kurzโ€œ aufs Handy schautโ€ฆ

โ€ฆfinde ich persรถnlich: Mich anschauen wรคre auch eine sehr sinnvolle Beschรคftigung. ๐Ÿ˜Œ๐Ÿ“ฑ

Damit ich aber nicht aus Protest meine Pfote aufs Display lege, bekomme ich manchmal meine Schleckmatte mit etwas Leckerem darauf.

Besonders gern mag ich dabei die Zahnputzflocken von QCHEFS. Frauchen freut sich, weil sie meine Zรคhne unterstรผtzen sollen โ€“ und ich freue mich, weil endlich wieder jemand vernรผnftige Prioritรคten setzt:

๐Ÿ‘‰ Essen zuerst. Diskussionen spรคter. ๐Ÿพ

๐Ÿ’› Unsere aktuellen QCHEFS-Favoriten findet ihr direkt unter dieser Box.

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