Hallo liebe Hundefreunde auf vier und zwei Beinen,
oder wie ich sagen würde:
Hallo an alle, die schon mal von Wetter überrascht wurden – und an alle, die schon mal von ihrem eigenen Hund emotional manipuliert wurden.
Ich bin 🐶 Mia. Malteserin. Schneeverweigerin.
Und Opfer eines eindeutig übertriebenen Wintereinbruchs.
❄️ 5:15 Uhr – Der Moment, in dem die Welt verschwand
Eigentlich fing alles ganz normal an.
Also… so normal, wie 5:15 Uhr morgens überhaupt sein kann. Für Frauchen ist das „Morgen“. Für mich ist das „Mitten in der Nacht, ich schlafe eigentlich noch“.
Frauchen macht unten die Haustür auf.
🐕 Ich gehe raus.
🐩 Ich bleibe stehen.
Vor mir:
➡️ Kein Gehweg.
➡️ Keine Straße.
➡️ Keine Welt.
Nur… SCHNEE ❄️.
Und nicht so ein bisschen Schnee. Sondern so viel Schnee, dass ich kurz überlegt habe, ob wir umgezogen sind – vielleicht direkt nach Alaska.
Gefühlt lag da ein Berg. In meiner Höhe. Mindestens.
👀 Ich schaue Frauchen an. Frauchen schaut mich an 👀. Ich schaue wieder den Schnee an.
Mein Blick sagte ganz klar:
👉 „Wer hat hier über Nacht eine Sperre eingebaut?“
Frauchen, wie immer optimistisch:
„Komm Mia, das schaffen wir.“
Na gut. Ich ging los. Ich ging in den Schnee…☃️
Und war weg. Einfach weg!
Man sah nur noch die Leine.
Irgendwo tief unten:
Mich!
Ich schaute hoch🏔️ . Frauchen schaute runter 🐶 .
Ich hob eine Pfote. Sie zitterte. Ich zitterte.
Mein Blick sagte diesmal:
👉 „Frauchen. Ich habe einen Fehler gemacht. Hol mich hier raus.“
Also wurde ich getragen. Wie eine sehr kleine, sehr beleidigte Schneekönigin.
Und dann kam das nächste Problem.......
🚧 Der heilige Gral – Orientierungslos im Schnee
Stellt euch vor:
Ich musste meinen heiligen Gral auf der Straße hinterlassen.
Ja. Mitten auf der Straße!
Nirgends war Platz für mein Geschäft.
➡️ Keine Wiese.
➡️ Kein Rand.
➡️ Kein kleines Fleckchen Natur.
Alles zugeschüttet!
Wie soll man denn bitte morgens um 5 Uhr würdevoll sein Geschäft verrichten, wenn einfach alles unter Schnee verschwunden ist?
Also tat ich, was getan werden musste. Ich setzte meinen Kacka-Haufen mitten auf der Straße ab.
Aber keine Sorge:
Es fuhr ja kein Auto.
Alle Fußgänger liefen ebenfalls auf der Straße. Denn es war nichts geräumt. Gar nichts!
➡️ Mitten in Nürnberg.
➡️ Mitten im Winter.
➡️ Mitten im Drama.
Die Wiesen waren verschwunden. Einfach weg. Unter 20–30 cm Schnee.
Ich war verwirrt.
➡️Wo ist Boden?
➡️Wo ist Wiese?
➡️Wo ist mein Leben?
☃️ Wissenschaftliche Schneeforschung – Wiesen-Suchaktion
Ein paar Tage später begann der Schnee zu schmelzen.
Und ich dachte mir:
Jetzt kläre ich das mal.
Wir gingen Gassi. Links lagen diese Schneewände. Und auf meiner Wiese – immer noch Schnee.
🦮 Ich blieb stehen.
🤔 Ich dachte nach.
🐶 Sehr intensiv.
Dann steckte ich meinen Kopf komplett in den Schnee. Komplett!
Ich war mir sicher:
👉 Meine Wiese muss darunter sein. Ich muss nur tief genug suchen.
Als ich wieder rauskam, hatte ich einen kompletten Schneebart.
➡️ Schnee im Gesicht.
➡️ Schnee an den Ohren.
➡️ Schnee überall.
Frauchen lachte. Frauchens Freund lachte.
Ich war stolz. Ich hatte schließlich wissenschaftliche Feldforschung betrieben.
🛋️ Mein eigentliches Spezialgebiet: Kuschel-Management
Aber kommen wir zu meinem eigentlichen Talent. Kuscheln. Strategisch. Konsequent. Ohne Diskussion.
Heute war Samstag. Ich hatte gefrühstückt. Ich war satt. Zufrieden.
Frauchen saß am Küchentisch. Aß Quark. Gesund. Januar. Neues Jahr, neues Frauchen – sagt sie.
Ich wusste:
Es gibt jetzt nichts mehr zu essen.
Aber darum ging es auch nicht.
Mein Ziel war klar:
👉 Frauchen auf die Couch bewegen.
🐶 Ich ging zu ihr.
🐾 Pfote ans Bein.
🐕 Leichtes Kratzen.
👀 Blickkontakt.
Sie:
„Nein, Mia.“
Ich:
Mehr Pfote.
Mehr Blick.
Mehr Drama.
Sie legte die Beine auf den anderen Stuhl. Ich hielt mich an der Hose fest. Kein Problem.
Hauptsache:
👉 Frauchen bewegt sich Richtung Couch.
Ich akzeptiere keine Ausreden.
📗 Keine Bücher.
📱 Keine Handys.
🧠 Keine Konzentration.
Wir müssen auf gleicher Höhe sein. Das ist wichtig. Für die Beziehung. Und für die Krauleinheiten.
😌 Erziehung – aber anders herum
Ich weiß nicht, wann ich Frauchen so gut erzogen habe. Aber ich bin sehr stolz darauf.
❤️ Fazit aus Hundesicht
Winter ist schön. Aber nur aus dem Fenster. Schnee ist lustig. Aber nicht, wenn er größer ist als man selbst.
Und Frauchen sollte grundsätzlich da sitzen, wo ich mich bequem an sie dranlegen kann.
In diesem Sinne:
Passt auf euch auf, lasst euch nicht vom Schnee fressen, und vergesst nie zu prüfen:
👉 Wo ist eigentlich meine Wiese?
Mit leicht feuchter Nase und sehr kuschelbedürftigen Grüßen
Eure Mia
von Welt auf vier Pfoten 🐾💜
Kommentar hinzufügen
Kommentare