Kapitel 29: Vollmond, fünf Zentimeter Abstand – und ein sehr weicher Knochen

Veröffentlicht am 12. Februar 2026 um 04:44

🐾 Hallo liebe Hundefreunde – auf zwei und vier Pfoten

Hier meldet sich wieder Mia.

 

Haushund, Frauchen-Beobachterin, Knochenliebhaberin und – wie sich herausgestellt hat – offenbar auch zuständig für nächtliche Bewusstseinsarbeit.

 

Frauchen behauptet ja manchmal, bei uns wäre „nicht viel los“.

 

Ich sehe das naturgemäß etwas differenzierter. Vor allem nachts 🌜.

 

Denn seit einiger Zeit hat Frauchen so eine Phase… sagen wir:

Ihr Schlaf ist kreativ geworden.

 

Viele Frauen kennen das wohl – dieses Alter, in dem man nachts öfter wach wird, öfter raus muss, und morgens trotzdem aussieht, als hätte man durchgeschlafen. Angeblich 🙄.

 

Für mich bedeutet das vor allem eins:

Nachts geht plötzlich ständig das Licht an.

🌙 Wenn Frauchen nachts unterwegs ist – Hundelogik inklusive

Man muss sich das so vorstellen:

Ich liege vorne am Bett, Frauchen hinten an der Wand.

 

Will sie raus, muss ich erst mal aufstehen, mich sortieren, Platz machen.

 

😴 Und das passiert nicht einmal.

🫤 Nicht zweimal.

🙄Manchmal fünf- oder sechsmal.

 

Frauchen flüstert dann:

„Mia… Pipi…“

 

Ich öffne ein Auge. Dann das andere.

 

Mein Blick sagt ziemlich klar:

„Warst du nicht vor einer Stunde schon?“

 

Ich rolle mich hoch, ziehe mich einmal komplett zusammen, schnaufe tief – so dieses resignierte Hunde-Seufzen – und rutsche zur Seite.

 

Kaum habe ich mich wieder bequem eingerollt, geht das Spiel von vorne los.

 

Ich bin ja verständnisvoll. Wirklich.

 

Aber mein innerer Hund denkt dann schon manchmal:

👉 Schlafmanagement ist ausbaufähig, Frauchen.

 

Und wenn sie zurückkommt, schaue ich sie gelegentlich an, als wollte ich sagen:

„Ich hoffe wirklich, das war jetzt die letzte Runde.“

 

Ist es meistens nicht.

🌕 Und dann kam der Vollmond… (oder: Meine kleine Nacht-Demonstration)

Nach so einigen dieser Nächte hatte ich irgendwann das Gefühl:

Frauchen weiß gar nicht, wie sich das für mich anfühlt.

 

Und dann kam diese Vollmondnacht. Frauchen schlief endlich mal tief und fest. Alles ruhig. Schlafzimmer still.

 

Ich dagegen war plötzlich hellwach. Nicht aus Bosheit. Mehr so… pädagogisch motiviert.

 

Ich bin also aufgestanden, habe etwas Wasser getrunken, mein Körbchen umgestaltet – Interior Design kennt schließlich keine Uhrzeit – die Stofftiere neu sortiert und vorsichtshalber Frauchen einmal durchgeputzt.

 

Und dann hatte ich Lust auf meinen Knochen. Direkt neben ihrem Kopf. Logisch.

 

🦴 Auge in Auge mit einem sehr weichen Knochen

 

Frauchen wurde nicht langsam wach. Nicht sanft. Sondern durch ein sehr deutliches Schmatzgeräusch direkt neben ihrem Ohr.

 

Augen auf. Und dann lagen wir wirklich Auge in Auge. Vielleicht fünf Zentimeter Abstand. Mein Gesicht direkt vor ihrem.

 

Und davor wiederum:

mein mittlerweile sehr weich gekauter Knochen.

 

Ihr Blick sagte ungefähr:

„Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?“

 

Mein Blick vermutlich:

„Du gehst nachts ständig raus. Ich kaue halt. Jeder verarbeitet Schlafprobleme anders.“

 

Ich habe dann ganz entspannt weitergeschmatzt. Frauchen weniger begeistert. Schlafen war erstmal erledigt.

 

🐶 Aber ich fand:

Eine sehr lehrreiche Nacht. So ein Perspektivwechsel kann ja nicht schaden.

👅 Mein aktuelles Abendprogramm: Frauchen-Fußpflege

Falls ihr denkt, das wäre schon alles gewesen:

Nein.

 

Ich habe nämlich neuerdings ein weiteres Hobby entwickelt – Frauchens Füße.

 

Abends auf der Couch fixiere ich ihr Bein mit meiner Pfote und starte mein Pflegeprogramm. Sehr gründlich. Sehr nass.

 

Frauchen nennt das „extrem unangenehm“.

 

Ich nenne es Zuwendung. Man muss Prioritäten setzen. Und irgendjemand muss sich ja kümmern.

✂️ Hundefriseur – Drama in Kurzform

Diese Woche war auch wieder Hundefriseur angesagt.

 

Ich hatte vorsorglich Panik – man weiß ja nie.  👀 Große Augen. Zittern. Dramatische Stimmung.

 

Zwanzig Minuten später standen wir wieder draußen. Kaum Fell gewachsen. Drama komplett überbewertet.

 

Ich war erleichtert. Frauchen auch. Und die Frisörin vermutlich ebenfalls.

🍖 Snack-Diplomatie bleibt Chefsache

Unser Klassiker bleibt natürlich das Leckerli-Spiel nach dem Fressen.

 

Mein Plan:

Futter eventuell überspringen, direkt Snack kassieren.

 

Frauchen bleibt leider konsequent.

 

Dann setze ich meine Geheimwaffen ein:

Blick, Geräusche, Pfote aufs Bein. Manchmal klappt’s.

 

Meistens esse ich doch zuerst. Strategisches Nachgeben nennt man das.

🌿 Eine ruhige Woche – eigentlich ganz schön

Ansonsten war diese Woche eher ruhig.

 

Der Schnee ist weg, Frauchen leicht erkältet, wir haben viel Tempo rausgenommen.

 

Mehr Kuscheln. Mehr Ruhe. Weniger Action.

 

Ich fand das ehrlich gesagt ziemlich angenehm.

💛 Fazit: Perspektivwechsel kann helfen – auch nachts

Wenn ich ehrlich bin:

Große Abenteuer sind toll.

 

Aber Alltagsnächte haben oft den besseren Humor. Ein bisschen nächtliches Aufstehen, ein bisschen Knochenmeditation, Fußpflege, Frisördrama und Snack-Verhandlungen.

 

Frauchen nennt das Chaos. Ich nenne es Zusammenleben.

 

Und falls ihr nachts wach werdet und euch plötzlich zwei Hundeaugen anschauen:

Keine Sorge.

 

 💖Das ist wahrscheinlich Liebe.

 😏Oder Karma.

🦴 Oder ein Knochen.

 

 

In diesem Sinne wünschen wir euch vor allem eins:

ruhigere Nächte als bei uns 😄🐾 – oder zumindest genug Humor dafür.

 

Eure Mia 🐶

mit Frauchen Andrea von „Welt auf vier Pfoten“

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