Kapitel 58: Von Bürodramen, Bestechungsversuchen und achtbeinigen Monstern

Veröffentlicht am 20. September 2026 um 07:58

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🐾 Hallo, meine lieben Freunde auf zwei und vier Pfoten! 💚

Ihr erinnert euch vielleicht noch an meinen ersten Arbeitstag.

Falls nicht, fasse ich ihn für euch kurz zusammen:

Ich wurde nach acht Jahren erfolgreicher Privatwirtschaft – bestehend aus Schlafen, Essen, Gassigehen und der Beaufsichtigung meines Personals – plötzlich Bürohund.

📄 Ohne Bewerbung.
🤝 Ohne Vorstellungsgespräch.
📝 Und meines Wissens auch ohne Tarifvertrag.

Ich fand das schon damals arbeitsrechtlich bedenklich. 🐶☝️

Trotzdem habe ich meinen ersten Arbeitstag erstaunlich professionell gemeistert. Gut, zwischendurch musste ich ein paar Menschen melden. Man kann schließlich von einer neuen Mitarbeiterin nicht erwarten, dass sie am ersten Tag bereits sämtliche Betriebsabläufe kennt.

Danach war ich allerdings ungefähr so erschöpft, als hätte ich persönlich das Unternehmen saniert.

😴 Ich schlief.
💤 Und schlief.
🛏️ Und schlief noch ein bisschen.

Frauchen dagegen war zufrieden.

„Das hat doch eigentlich ganz gut geklappt!“, sagte sie.

Anfängerfehler. 🐶😂

Denn kaum glaubt mein Frauchen, irgendetwas in unserem Leben laufe gerade einigermaßen rund, steht das Universum meistens schon irgendwo hinter einer Ecke und kichert.

🐾💚🐾

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🐶 Wir müssen reden

Am Montag kam Frauchen ohne mich zur Arbeit.

Und dort fielen jene drei Worte, die bei Menschen selten etwas Gutes bedeuten:

„Wir müssen reden.“

Es ging um mich.

Genauer gesagt um eine Kollegin, die große Angst vor Hunden hat.

Und jetzt kommt der Punkt, an dem Frauchen ein kleines bisschen ungehalten wurde.

Denn diese Hundeangst war keine neue Information.

Frauchen wusste davon.

Und sie hatte es sogar angesprochen, bevor ich überhaupt meinen ersten Arbeitstag angetreten hatte.

Sinngemäß hatte sie ihrem Chef gesagt:

„Das wird so nicht funktionieren. Das gibt Probleme.“

Nun möchte ich an dieser Stelle festhalten:

Mein Frauchen behauptet nicht oft gerne, dass sie recht hatte.

Na gut.

Das war gelogen.

Natürlich tut sie das.

Aber diesmal hatte sie tatsächlich recht. 🐶😂

Denn genau das Problem, auf das sie vorher hingewiesen hatte, stand plötzlich vor der Tür.

Oder besser gesagt:

Es traute sich nicht mehr durch die Tür.

Die Kollegin hatte solche Angst vor mir, dass sie das Betriebsbüro nicht mehr betreten wollte, wenn ich dort war.

Und bevor hier jemand denkt, wir würden uns darüber lustig machen:

Nein.

Frauchen versteht sehr gut, dass man eine Phobie nicht einfach mit Vernunft abschalten kann.

Sie hat nämlich selbst eine.

Ihre hat acht Beine.

Dazu kommen wir später.

Leider.
Sehr leider.

Frauchen war also nicht sauer auf die Kollegin, weil sie Angst vor mir hatte.

Sie fand nur die ganze Situation unnötig.

Denn wenn vorher bekannt ist, dass ein Mensch große Angst vor Hunden hat, und gleichzeitig geplant wird, dass ein Hund regelmäßig mit ins Büro kommt, wäre es vielleicht eine revolutionäre Idee gewesen, vorher miteinander zu reden und zu klären, wie das funktionieren soll.

Stattdessen stand nach meinem ersten Arbeitstag plötzlich die Frage im Raum, ob vielleicht jemand aus der Nachbarschaft auf mich aufpassen könne.

Frauchens Gesichtsausdruck dazu hätte ich gern fotografiert.

Er war irgendwo zwischen:

„Das habe ich vorher gesagt.“

und

„Das habe ich VORHER gesagt!“ 🐶😂

Zumal ich nicht einmal der einzige Hund dort bin.

Es gibt noch einen anderen Bürohund, und auch mit ihm hatte es offenbar irgendwann einmal eine Situation gegeben. Nach der einen Erzählung hatte er jemanden angegriffen, nach der anderen war er damals noch jung, nicht angeleint und an einem Menschen hochgesprungen.

Ich war nicht dabei.

Ich bin Memoirenschreiberin, keine investigative Journalistin.

Deshalb halte ich mich aus der Beweisaufnahme heraus. 🐶☝️

Fest steht nur:

Die Kollegin hat Angst.

Und Angst ist Angst.

Frauchen sagt schließlich auch nicht:

„Ach, die Spinne tut doch nichts.“

Frauchen sagt eher:

„WO IST SIE?! IST SIE NOCH DA?! MACH SIE WEG!!“ 🕷️😱

Aber wie gesagt.

Dazu kommen wir noch.

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🐾 Die Mitarbeiterin auf Bewährung

Nach weiteren Gesprächen durfte ich wieder mit.

Einmal in der Woche.

Offenbar befinde ich mich derzeit in einer Art betrieblicher Probezeit.

Ich persönlich finde das bemerkenswert, weil ich mich an keinen Arbeitsvertrag erinnern kann.

Aber gut.

Frauchen und ich hatten jedenfalls trainiert.

Unser größtes Thema ist nämlich die Tür.

Tür macht Geräusch.

Mia denkt:

🚨 ACHTUNG! JEMAND BETRITT MEINEN ZUSTÄNDIGKEITSBEREICH!

Und meldet.

Das wiederum soll ich im Büro möglichst nicht tun.

Also entwickelte Frauchen ein hochwissenschaftliches Trainingsverfahren.

Tür macht Geräusch. Leckerli.
Tür macht Geräusch. Leckerli.
Jemand kommt herein. Leckerli.
Jemand bewegt sich.
Vorsichtshalber: Leckerli. 🦴

Nach einiger Zeit hatte ich das System verstanden.

Nicht etwa:

Ich soll ruhig bleiben.

Sondern:

Dieses Büro ist der beste Arbeitsplatz der Welt.

Ich sage euch, Freunde:

Wenn Menschen möchten, dass wir Hunde etwas lernen, verlieren sie jegliches Gefühl für Portionsgrößen. 🐶😂

Und dann kam ausgerechnet jene Kollegin ins Büro, die solche Angst vor mir hatte.

Frauchen war angespannt.

Der Betriebsleiter schaute.

Die Kollegin kam herein.

Und ich?

Ich sagte:

Nichts.

Kein Wuff.

Kein Brumm.

Kein „HALT! AUSWEISE BITTE!“

Nichts.

Ich lag da wie eine kleine weiße Angestellte des Monats. 🐶🏆

Und irgendwann kam sogar heraus, dass ich nicht gerade über die beeindruckendste Zahnausstattung der Hundewelt verfüge.

Als die Kollegin erfuhr, dass von meinem Maltesergebiss nicht mehr allzu viel übrig ist, war sie tatsächlich überrascht.

Ich persönlich fand diese Information etwas entwürdigend.

Man muss ja nicht gleich im ganzen Betrieb bekannt geben, dass die Sicherheitsabteilung zahnmedizinisch unterbesetzt ist. 🦷🐶😂

Aber wenn es dem Betriebsklima dient, bringe ich eben Opfer.

Frauchen hätte mir an diesem Abend jedenfalls am liebsten sofort ein Arbeitszeugnis ausgestellt:

„Mia war stets zu unserer vollsten Zufriedenheit bemüht, möglichst viele Leckerlis bei minimaler Arbeitsleistung zu erhalten.“

An diesem Tag bellte ich fast überhaupt nicht.

Ich war freundlich.

Ich war ruhig.

Ich ging mittags sogar mit dem anderen Hund spazieren.

Kurz gesagt:

Ich lieferte eine Performance ab, meine Freunde.

Eine Performance! 🐶👏

Der Betriebsleiter war zufrieden.

Frauchen war glücklich.

Und ich hatte inzwischen vermutlich meinen kompletten Kalorienbedarf bis Weihnachten gedeckt.

Trotzdem wissen wir noch nicht genau, wie meine weitere berufliche Laufbahn aussehen wird.

Bei Frauchen hat sich in den vergangenen Wochen beruflich ziemlich viel verändert, und manches ist noch nicht ganz geklärt.

Deshalb schaffen wir unsere Geschichten momentan auch nicht mehr immer zu einem bestimmten Wochentag.

Aber keine Sorge:

Ich schreibe weiter. 🐾💚

Eine Persönlichkeit wie ich kann ihre Memoiren schließlich nicht einfach mitten in der Karriere abbrechen.

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🛋️ Endlich Wochenende!

Freitag arbeitete Frauchen von zu Hause.

Eine hervorragende Erfindung.

Ich weiß bis heute nicht, warum Menschen jemals beschlossen haben, zum Arbeiten irgendwohin fahren zu müssen, wenn man dasselbe auch zu Hause tun kann.

Zu Hause gibt es schließlich alles:

🛋️ Sofa.
🍽️ Küche.
🛏️ Bett.
🐶 Mich.

Damit wären sämtliche betrieblichen Anforderungen eigentlich erfüllt.

Am Wochenende kam dann endlich das eigentliche Highlight:

Hundeoma und Hundeopa! ❤️🐾

Ich liebe es dort.

Normalerweise bekomme ich nämlich bei Hundeoma ein Stück Käse.

Diesmal gab es allerdings einen organisatorischen Zwischenfall.

🚨 Die Leckerlis waren vergessen worden.

Ich möchte hier niemanden öffentlich beschuldigen.

Aber solche Dinge dürfen in einer funktionierenden Familie eigentlich nicht passieren.

Zum Glück verfügt Hundeoma über Käse. 🧀

Die Situation konnte also entschärft werden. 🐶😌

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🕷️ Frauchens persönlicher Weltuntergang

Und damit kommen wir zu einem Thema, bei dem ich rückblickend sagen muss:

Vielleicht verstehe ich jetzt diese Sache mit der Angst vor Hunden noch ein bisschen besser.

Mein Frauchen hat nämlich Angst vor Spinnen.

Nicht dieses:

„Oh, eine Spinne.“

Nein.

Eher dieses:

😱 „DAS HAUS GEHÖRT JETZT IHR. WIR ZIEHEN UM.“

Neulich wollte Frauchen abends den Müll hinausbringen.

Ich war natürlich dabei.

Wir gingen durch die Hintertür in den Hof, wo die Mülltonnen stehen.

Alles ganz normal.

Bis Frauchen die Haustür schließen wollte.

Die Tür ging nicht zu.

Warum?

Weil sich dort eine Spinne eingeklemmt hatte. 🕷️

Und offenbar keine von der Sorte:

Guten Abend, ich bin klein und sitze unauffällig in einer Ecke.

Nein.

Nach Frauchens Schilderung handelte es sich ungefähr um ein Tier aus der Gewichtsklasse:

🕷️ „Kann selbstständig die Tür aufhalten.“

Der Körper war wohl tatsächlich so groß, dass die Tür nicht richtig zuging.

Dann fiel das Tier herunter.

Direkt neben Frauchens Schuh.

Meine Freunde.

Ich habe mein Frauchen schon in vielen Lebenslagen erlebt.

Müde.
Gestresst.
Hungrig.
Beim Sport.
Vor dem ersten Kaffee.

Aber dieser Gesichtsausdruck war neu.

Sie stand da wie eingefroren.

Ich schaute sie an.

Gehen wir jetzt Gassi oder möchtest du hier übernachten? 🐶

Seit diesem Tag gibt es einen neuen Ablauf.

Der Müll wird nachmittags weggebracht.

Bei Tageslicht.

Unter kontrollierten Bedingungen.

Frauchen legt morgens den Müllbeutel sogar schon an die Tür, damit sie ihn bloß nicht vergisst.

Denn einmal vergaß sie ihn trotzdem.

Und wir mussten abends wieder durch die Hintertür.

Das war dann keine Müllentsorgung mehr.

Das war eine militärische Operation. 🫡😂

Frauchen kontrollierte sämtliche Ecken.

Links.
Rechts.
Oben.
Unten.

Dann riss sie die Tür auf.

„Mia, geh du vor!“

Natürlich ging ich vor.

Warum auch nicht?

Ich dachte schließlich, wir gehen Gassi.

Dann rannte Frauchen hinter mir durch den Hof, während sie gleichzeitig versuchte, jede Wand nach achtbeinigen Attentätern abzusuchen.

Ich sah sie an.

Ich kann euch nicht genau sagen, was ich in diesem Moment dachte.

Aber mein Gesicht muss ungefähr gesagt haben:

🐶 „Und ICH bin hier angeblich die mit den irrationalen Ängsten?“ 😂

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💩 Die kürzeste Gassirunde der Welt

Am nächsten Morgen gingen wir mit Frauchens Freund spazieren.

Nun muss man wissen:

Ich bin morgens kein Freund unnötiger Umwege.

Seit Frauchen wieder arbeitet, gilt das noch mehr.

Ich habe einen festen Ablauf.

💧 Pipi.
💩 Geschäft.
🏠 Heim.

Effizientes Zeitmanagement nennt man das.

An diesem Morgen erledigte ich mein großes Geschäft allerdings etwas früher als geplant.

Das bedeutete, dass wir die Straße überqueren mussten, weil sich dort ein Mülleimer befindet.

Nun gibt es bei diesem Mülleimer eine Besonderheit.

Ich habe bereits vor Jahren beschlossen:

🐶☝️ Wenn wir dort vorbeikommen, ist der Spaziergang beendet.

Warum?

Weiß ich nicht mehr.

Aber Regeln sind Regeln.

Wir überquerten also die Straße.

Frauchen entsorgte meinen Beutel.

Und Frauchens Freund wollte weiterlaufen.

Ich nicht.

Frauchen sagte:

„Das kannst du vergessen.“

Frauchens Freund lachte.

„Ach Quatsch.“

Frauchen drückte ihm meine Leine in die Hand.

Bitte.

Versuch dein Glück.

Frauchens Freund zog vorsichtig.

Ich stand.

Er lockte.

Ich stand.

Er versuchte es noch einmal.

Ich stand.

🐾 Vier Pfoten.
🎀 Pinkfarbenes Geschirr.
🐶 Malteserblick.

Im Asphalt verankert.

Keinen.
Einzigen.
Millimeter.

Frauchens Freund fing an zu lachen.

😂 „Die klebt ja bombenfest!“

Natürlich.

Ich hatte schließlich alles erledigt.

💧 Pipi? ✔️
💩 Geschäft? ✔️
🗑️ Mülleimer? ✔️

Warum sollte ich jetzt noch ziellos durch die Gegend laufen?

Nur weil Menschen Bewegung brauchen?

Ich bin acht Jahre alt.

Ich habe einen Beruf. 🐶💼

Ich muss mit meinen Kräften haushalten.

Also drehten wir um. 🐶🐾🏠

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🦷🐶 Ein Wort zur Zahnpflege …

Nachdem ich an meinem Bürotag ungefähr meinen halben Jahresvorrat an Leckerlis als Bestechungs… äh … Trainingsmaterial erhalten habe, möchte ich an dieser Stelle auf ein wichtiges Thema hinweisen:

Wer Karriere macht, muss schließlich auch auf seine Beißerchen achten. 🐶☝️🦷

Meine Zähne sind nämlich so ein kleines Dauerthema. Ich neige zu Zahnstein – und Frauchen versucht deshalb einiges, um meine Zahnpflege zu unterstützen.

Schon seit langer Zeit gehören bei uns die QCHEFS Zahnputzflocken dazu. Und jetzt kommt das für mich Entscheidende:

Die schmecken mir. 😋🐾

Frauchen hat sogar das Gefühl, dass ich mein Futter noch lieber esse, wenn meine Zahnputzflocken dabei sind. Bei uns haben sie sich deshalb längst einen festen Platz erobert.

Natürlich ersetzt so etwas keine tierärztliche Zahnkontrolle – gerade meine kleinen Malteserzähne werden weiterhin regelmäßig angeschaut. Aber für unsere tägliche Zahnpflege möchten wir die Flocken nicht mehr missen.

🐾 Mias Zahnpflege-Favorit
QCHEFS Zahnputzflocken für Hunde
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Eure Mia 🐶💚
Büroangestellte mit Leckerli-Vergütung und eigener Dentalabteilung
🐶🐾💚

Mias Wochenfazit

Und damit endete eine Woche, in der ich gelernt habe:

🐶 Menschen mit Hundeangst haben Angst vor mir.

🕷️ Mein Frauchen hat Angst vor Tieren, die ungefähr ein Tausendstel von mir wiegen.

🦴 Büroarbeit funktioniert hervorragend, wenn regelmäßig Essen vom Himmel fällt.

🧀 Hundeoma ohne Leckerlis ist ein schwerwiegender logistischer Fehler.

🐾 Und Spaziergänge können deutlich effizienter gestaltet werden, wenn der Hund selbst die Streckenplanung übernimmt.

Ich persönlich finde, ich habe diese Woche wieder sehr viel geleistet.

Deshalb werde ich mich jetzt hinlegen.

Schließlich weiß man nie, wann das nächste Türgeräusch kommt und man wieder ein Leckerli essen muss.

Bis bald, meine lieben Freunde!

Eure

Mia 🐾💚

Bürohund auf Bewährung,
professionelle Mülltonnen-Wendepunktbeauftragte
und persönliche Spinnen-Vorausläuferin ihres Frauchens

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