Hallo liebe Hundefreunde 🐶,
also ehrlich – manche Winter haben offenbar beschlossen, gleich mehrere Persönlichkeiten auf einmal zu sein.
Erst war es eisig. Richtig eisig. So eisig, dass selbst meine Schnurrhaare kurz überlegt haben, ob sie kündigen. Dann plötzlich Tauwetter. Matsch. Wind. Schneeregen von der Seite. Und dazu sehr viele Meinungen darüber, wie viel ein kleiner Hund gefälligst auszuhalten hat.
Manche nennen das Wetter. Ich nenne es eine Zumutung. Und genau so ein Winter ist das hier. ❄️
😍 Urlaub heißt Meerli-Zeit
Aber wisst ihr was. Frauchen hatte Urlaub. Und Urlaub heißt bei uns:
Zeit. Für mich. Für Erinnerungen. Für Meerli-Besuche.
Wenn Frauchen sagt „Miaaa, wir fahren zu den Meerlis“, dann passiert Folgendes:
Ich quietsche, ich mache Geräusche, die kein Hund eigentlich machen dürfte, ich springe, ich kreisele, ich teleportiere mich gefühlt ins Auto.
Weil ich mich erinnere. An Dilara. Und an Ali, meinen kleinen Meerschweinfreund mit der Rockstar-Frisur, der leider nicht mehr lebt. Die beiden waren das Meerschweinchen-Pärchen vom Menschenbruder und haben früher bei uns gewohnt.
Als Ali krank wurde, mussten wir mit ihm zum Tierarzt, und dort wurde er eingeschläfert. Das war sehr traurig. Danach war Dilara ganz allein, und allein sein steht einem Meerschweinchen ungefähr so gut wie mir ein leerer Futternapf.
Deshalb durfte sie später in das Freigehege in Frauchens Arbeit umziehen, wo sie heute nicht mehr allein ist.
Ihr erinnert euch bestimmt – und wenn nicht, dann müsst ihr diese Geschichte unbedingt noch einmal nachlesen, denn solche kleinen Rockstar-Freunde vergisst man nicht. Und genau an all das denke ich, wenn Frauchen sagt, wir fahren zu den Meerlis – auch wenn mein Herz manchmal so tut, als wäre damals alles einfach nur kurz eingeschlafen.
Wiedersehen und Rennerei
Wenn wir ankommen, ziehe ich Frauchen über den ganzen Hof. Nicht aus Unhöflichkeit, sondern aus reiner Vorfreude.
Ich stehe dann am gesicherten Bereich, gucke durch, spähe, suche und quietsche. Vielleicht sieht mich ja Dilara. Vielleicht ist sie ja da. Oder jemand, der genauso riecht wie früher.
Und dann renne ich. Im Kreis. Über den Rasen. Durch den Schnee. Ich vergesse komplett, dass mir eigentlich schnell kalt wird. Winter? Egal. Meerli-Zeit.
Das war mein echtes Highlight im Urlaub. 🌟
Der Satz, den ich hasse
Dann kam dieser Moment, den ich immer hasse. Frauchen sagte:
„Mia, ich muss morgen wieder arbeiten.“
Ich sah sie an, ganz ruhig, ganz erwachsen, und dachte:
Na gut. Irgendjemand muss ja meine Leckerlis verdienen. Zum Glück war die Woche kurz.
🌨️❄️☃️ Und dann kam das Wetter aus der Hölle
Denn dann kam das Tauwetter. Alles taute auf. Überall Wasser. Überall diese schwarzen Streussteine. Und Salz. Viel zu viel Salz.
Ich lief ein paar Meter, hob die Pfote und sah Frauchen an. Ich kann hier nicht weiterlaufen. Frauchen pulte. Ich seufzte. Ich humpelte dramatisch. Ein paar Schritte später wieder Pfote hoch, Blick leidend, Publikum bitte beachten.
Ich habe schauspielerische Fähigkeiten, und ich setze sie gezielt ein.
🚣♀️ Matsch, Suppe und Weltuntergang
An einem Morgen war alles noch schlimmer.
Schneematsch, Wasser, Steinbrühe. Meine Füße standen im Nassen, bis zu den Knöcheln, also meinen. Ich blieb stehen. Einfach stehen. Ich schaute Frauchen an, dann den Boden, dann wieder Frauchen.
So nach dem Motto:
Das ist jetzt nicht euer Ernst, oder? Hier soll ich wirklich Gassi gehen? Das ist kein Weg, das ist ein See.
Von oben kam Wind, nasser Schneeregen, alles gleichzeitig. Ich bewegte keine Pfote mehr.
Und genau da setzte ich meine schauspielerischen Fähigkeiten ein:
Vollbremsung. Anker runter. Ich stand da wie ein festgewachsenes Schiff mitten im See und dachte mir nur: Bis hierhin und nicht weiter!
🧥 Die Hundejacke und mein genialer Plan
Immer wenn Frauchen meine Hundejacke in die Hand nimmt, weiß ich:
Jetzt wird es ernst.
Ich lag noch gemütlich auf meinem Fell, tat erst so, als würde ich gar nichts mitbekommen, ganz tief entspannt, als hätte die Welt gerade beschlossen, mich in Ruhe zu lassen. Aber innerlich arbeitete mein Gehirn bereits auf Hochtouren.
Wenn Frauchen mit der Jacke kommt, hilft nur noch eins:
der berühmte Schwächeanfall.
Also ließ ich mich schwer werden, sehr schwer, als hätte jemand plötzlich meine Batterien ausgebaut. Sobald Frauchen sich zu mir hinstellte, um mir die Jacke anzuziehen, kippte ich langsam auf die Seite, rutschte zurück in mein Fell und tat so, als könnten meine Beine heute wirklich nicht.
Keine Chance. Heute ist kein Lauftag. Wenn schon Matsch und Weltuntergang, dann bitte wenigstens mit Würde.
🎭 Pfote hoch – das große Bodenwinter-Theater
Draußen angekommen beginnt dann mein eigentliches Meisterstück.
Kaum berührt eine meiner Pfoten diesen eisigen, matschigen, mit Split gesegneten Boden, schalte ich in den Theatermodus. Ich hebe eine Pfote an, ganz langsam, als wäre sie plötzlich aus Porzellan, und schaue Frauchen an, als hätte mir gerade jemand den Boden unter den Füßen weggezogen.
Meine Augen sagen:
„Ich kann wirklich nicht mehr.“
Meine Pfote sagt:
„Defekt.“
Und mein restlicher Körper tut so, als wären alle Batterien gleichzeitig leer gegangen. Frauchen geht in die Hocke, pult vorsichtig, schaut konzentriert, während ich mich innerlich frage, ob heute wohl wirklich ein Stein drin ist – oder ob ich einfach nur wieder besonders überzeugend bin.
Manchmal ist da tatsächlich etwas, dann lasse ich mir das geduldig entfernen.
Und manchmal… ist da gar nichts. Aber das muss ja nicht jeder gleich wissen.
Wichtig ist nur, dass ich möglichst lange so stehe wie ein festgefrorener Gartenzwerg mitten im Wintersturm, bis entweder der Boden plötzlich wieder erträglicher wird oder ein Leckerli in Sicht kommt. Dann funktionieren meine Pfoten auf wundersame Weise wieder ganz hervorragend.
🍖 Leckerli-Diplomatie und spontane Wunderheilung
Irgendwann zieht Frauchen dann ihre letzte Geheimwaffe aus der Tasche:
das Leckerli.
Und in genau diesem Moment passiert etwas medizinisch höchst Erstaunliches.
Eben war ich noch ein lahmgelegter, schwer gezeichneter Winterhund mit defekten Pfoten – und plötzlich kann ich laufen. Nicht vorsichtig. Nicht zögerlich. Sondern flüssig, elegant und erstaunlich schnell.
Meine Pfote, eben noch im Streik, funktioniert wieder wie neu. Meine Beine haben ihre Batterien offenbar wiedergefunden. Ich gehe ein paar Schritte, vielleicht sogar ein paar mehr, und tue so, als hätte ich nie etwas anderes vorgehabt.
Erst wenn das Leckerli sicher in meinem Besitz ist, erinnere ich mich langsam wieder daran, dass ich eigentlich gar keinen Bock auf dieses Wetter hatte. Aber bis dahin laufe ich brav weiter.
Man muss ja schließlich auch seine Geschäfte erledigen – selbst wenn draußen gerade Weltuntergang herrscht.
- Pfoten schützen & pflegen – ideal bei Winter-Untergründen
- Leckerlis – fürs Training, fürs „Komm, nur noch 5 Meter“ und fürs gute Gefühl
- Große Auswahl an Hunde-Zubehör und Pflegeartikeln
🛋️ Abends auf dem Fell – endlich wieder Frieden
Wenn der Tag dann endlich vorbei ist und wir wieder zu Hause sind, kehrt langsam Frieden ein.
Ich rolle mich auf meinem geliebten Fell zusammen, so tief, dass man mich fast nicht mehr sieht, und lasse den ganzen Matsch, den Wind und das Drama einfach draußen.
Manchmal trage ich sogar freiwillig meinen Pullover, weil selbst eine tapfere Winterdiva wie ich irgendwann einsehen muss, dass Wärme eine sehr gute Idee ist. Ich seufze zufrieden, stecke meine Nase ins Fell und tue so, als wäre draußen nie ein Weltuntergang gewesen.
Von hier aus betrachtet sieht der Winter schon gar nicht mehr so schlimm aus – solange man ihn durch eine weiche Decke und ein bisschen Geborgenheit betrachtet.
Mias Fazit
Manche Winter bringen Schnee. Manche bringen Matsch.
Dieser hier bringt vor allem sehr viele Geschichten, ein bisschen Chaos und ziemlich viele hochgehobene Pfoten.
Aber zwischen Meerli-Besuchen, warmem Fell, kleinen Erinnerungen und großen Gefühlen merke ich jedes Mal:
Solange wir zusammen sind, kommt man durch jedes Wetter. Auch durch die Tage, an denen selbst meine Schnurrhaare am liebsten im Bett geblieben wären.
In diesem Sinne schicke ich euch eine große Portion flauschige Wintergrüße –
eure Mia von Welt auf vier Pfoten.
Kommentar hinzufügen
Kommentare