Kapitel 33: Meterpläne, Kissen-Revolution und andere wichtige Hunderegeln

Veröffentlicht am 12. März 2026 um 04:25

Liebe Hundefreunde auf zwei und vier Beinen,

hier spricht Dr. Mia 🐶, Spezialistin für Bewegungsmanagement, Schlafplanung und Innenarchitektur im Wohnzimmer.

 

Frauchen glaubt ja immer noch, sie würde unseren Alltag organisieren.


🦮 Spaziergänge planen.

🛋️ Kissen dekorieren.


Und überhaupt bestimmen, wie hier alles läuft. Das ist natürlich ein weit verbreiteter Irrtum.

 

 

In Wirklichkeit existiert bei uns ein sehr genaues System aus:

🐾 festgelegten Spaziergangsmetern.

🐾 strategisch geplanten Schlafphasen.

🐾 und einer konsequenten Wohnungsdekoration nach Hundestandard.

 

 

Man könnte also sagen:

Frauchen liefert die Infrastruktur. Ich liefere die Regeln.

 

Und manchmal entstehen dabei kleine Missverständnisse.

 

Zum Beispiel an einer Schranke.....

🐾 Der streng kalkulierte Morgen-Meterplan

An diesem Morgen begann alles ganz normal.

 

5:15 Uhr.

🌃 Draußen noch dunkel.

🛌🏼 Die Welt schläft.

 

 

Nur Frauchen nicht......

 

Sie hatte einen wichtigen Umschlag dabei. Irgendwas mit Bürgermeisterwahl. Ich weiß nicht genau, was ein Bürgermeister ist. Aber anscheinend ist es ein Mensch, für den man mitten in der Nacht zum Briefkasten laufen muss.

 

Also gut. Ich bin ja kooperativ.

 

Der Weg war allerdings… anders.

 

 

Statt unserer normalen Route liefen wir plötzlich:

💐 Am Blumengeschäft vorbei

📬 zum Briefkasten

👈🏼 und einen kleinen Umweg.

 

 

Ich dachte mir noch:

„Na gut, Mia. Heute bist du großzügig.“

 

Man kann ja mal flexibel sein.  Ich schnüffelte. Kontrollierte die Wiese. Las ein paar wichtige Hundenachrichten.

 

➡️ Der Umschlag landete im Briefkasten. Mission erfüllt.

 

Jetzt konnten wir also nach Hause gehen. Frühstück. Und danach –

 

 

ein sehr wichtiger Programmpunkt:

Weiterschlafen 💤.

 

Dann kamen wir zu unserer berühmten Schranke. Normalerweise gehen wir von dort noch ein Stück weiter über die Wiesen.

 

Aber an diesem Morgen blieb ich stehen. Nicht einfach stehen. Ich nahm meine offizielle Vollbrems-Position ein.

 

🐾 Pfoten nach vorne.

🐕‍🦺 Körper nach hinten.

🛣️ Bremsklötze ausgefahren.

 

Frauchen zog leicht an der Leine. Ich blieb. Sie zog noch einmal. Ich blieb immer noch. Dann schaute ich sie an.

 

 

Dieser Blick bedeutete ungefähr:

„Frauchen. Ich habe das genau berechnet.“

 

Ich habe nämlich einen Morgen-Meterplan.

 

 

Und der lautet:

👉 ungefähr 500 bis 800 Meter Bewegung.

👉 danach Frühstück.

👉 anschließend Tiefschlafphase.

 

Heute sind wir aber bereits einen Umweg gegangen. Der Briefkasten-Abstecher wurde selbstverständlich in meine Berechnung einbezogen.

 

✔️ Mein Soll ist damit erfüllt.

 

 

Und ich sage es mal so:

Ein Meter mehr ist im heutigen Tagesplan nicht vorgesehen.

 

Frauchen musste plötzlich laut lachen.

 

 

Und ich schwöre euch:

Es sah wirklich so aus, als hätte ich einen 📏 Zollstock dabei gehabt. Bis genau zu diesem Punkt bin ich gelaufen. Keinen Meter weiter.

 

Menschen glauben ja oft, Hunde würden einfach irgendwo spazieren gehen.

 

 

Aber wir haben ein sehr präzises System:

🐾 Meter-Soll

🐾 Frühstückszeit

🐾 Schlafmanagement

 

Und wenn das Soll erreicht ist……dann wird die Schranke zur Endstation.

 

Frauchen hat schließlich aufgegeben. Wir sind nach Hause gegangen. Ich bekam mein Frühstück. Und danach habe ich mich wieder hingelegt.

 

 

Denn eines ist klar:

Ein so perfekt berechneter Spaziergang macht schließlich auch müde.

🐾 Innenarchitektin Mia und die Sache mit den Kissen

Frauchen glaubt ja, sie hätte unser Wohnzimmer eingerichtet.

 

➡️  Mit Kissen.

➡️  Mit Decken.

➡️  Mit Blumenvasen.

 

Sehr hübsch alles. Leider aber nicht hundegerecht 🐶.

 

 

Darum beginnt jeden Abend ungefähr zur gleichen Uhrzeit meine Arbeit:

Ich überprüfe zunächst die Kissen-Situation auf dem Sofa. Wenn eines im Weg liegt… fliegt es runter.

 

Manchmal auch mehrere gleichzeitig.

 

Einmal hätte ich dabei fast eine Blumenvase vom Tisch erwischt. Frauchen hat sehr erschrocken geschaut.

 

Ich glaube, sie war einfach beeindruckt von meiner Technik.

 

 

Danach folgt Phase zwei:

Bauarbeiten.

 

Ich buddle mich zwischen die Kissen, als würde ich versuchen, im zweiten Stock einen Tunnel nach draußen zu graben.

 

 

Frauchen ruft dann immer:

„Mia!“

 

Aber sie versteht einfach nicht, dass ein ordentliches Bett vorbereitet werden muss.

 

Wenn endlich alles passt, verschwinde ich hinter den Kissen. Ganz hinten. In meiner selbstgebauten Höhle. Und dann schlafe ich.

 

Übrigens gelten dieselben Regeln auch für mein Körbchen.......

 

Dort wohnen mehrere Stofftiere 🧸. Aber jeden Tag dürfen nur die bleiben, die ich wirklich mag.

 

 

Der Rest?

➡️ Fliegt raus.

➡️ In hohem Bogen. 

 

 

Manchmal kommt Frauchen von der Arbeit nach Hause und wundert sich:

„Warum liegen überall Kissen und Stofftiere auf dem Boden?“

 

Ganz einfach. Ich habe nur kurz umdekoriert.

 

 

Denn eines ist klar:

Mein Körbchen ist mein Reich. Und dort gelten meine Einrichtungsregeln.

🐾 Wenn kleine „Rattler“ plötzlich Rennraketen sind

Gestern war übrigens ein besonderer Tag. Es war warm. Die Sonne 🌞 schien.


Und auf der Wiese vor unserem Haus traf ich zwei meiner alten Bekannten. Zwei kleine Hunde, die Frauchen immer liebevoll „Rattler“ nennt.

 

Diese kleinen Flitzer kenne ich schon, seit ich selbst noch ein Baby war.

 

 

Und jedes Mal, wenn wir uns treffen, passiert dasselbe:

Es wird gerannt. Und gerannt. Und noch mehr gerannt.

 

Die beiden kleinen Raketen schießen über die Wiese wie zwei aufgedrehte Tischtennisbälle –
und ich natürlich hinterher.

 

Zwischendurch habe ich mich zur Sicherheit ungefähr vierzigmal im Gras gewälzt, weil man nie weiß, wann so eine Gelegenheit wieder kommt.

 

Frauchen fand das weniger lustig.

 

Vor allem wegen der Hasenköttel, die sich danach sehr dekorativ in meinem Fell verteilt hatten – ich persönlich nenne das eine sehr exklusive Parfümmischung aus Gras und frischen Hasenbempeln.


Frauchen nennt es allerdings „sofort ab in die Badewanne“.

 

 

Das bedeutete leider:

🛁 Bad. Ein sehr unnötiges Bad.

 

Ich persönlich halte Baden ja für eine völlig überbewertete Freizeitaktivität.

🐾 Der Tag danach

Heute dagegen war alles anders.

 

Ich war müde......Sehr müde 🥱.

 

Offenbar hat mein Körper beschlossen, dass der gestrige Wiesensprint ungefähr meinem Sportprogramm für die gesamte Woche entspricht.

 

Beim Gassi heute Morgen war meine Stimmung daher… nennen wir es mal leicht gereizt.

 

🐩 Andere Hunde?

🙄 Nervig.

🦮 Spaziergang?

🥵 Anstrengend.

 

➡️Motivation? Nicht vorhanden.

 

Und als Frauchen dann auch noch meinte, ich müsste mich wieder mehr bewegen, weil wir Menschen ja auch aus dem Winterschlaf kommen müssten… …habe ich beschlossen, dass Schlaf im Moment eindeutig die bessere Strategie ist.

 

Ich liege jetzt jedenfalls wieder auf meinem Sofa. Natürlich hinter meinen sorgfältig angeordneten Kissen.

🐾 Fazit – Ein Hund hat schließlich einen Plan

Man sieht also:

Ein Hundeleben ist voller wichtiger Entscheidungen.

 

➡️ Wie viele Meter ein Spaziergang haben darf.

➡️ Welche Kissen im Wohnzimmer bleiben dürfen.

➡️ Welche Stofftiere im Körbchen akzeptiert werden.


Und wie viel Bewegung nach einem Wiesensprint wirklich noch sinnvoll ist.

 

Frauchen wundert sich manchmal über meine Entscheidungen.


Ich nenne das einfach durchdachte Tagesplanung.

 

Mit sportlichen Grüßen


🐾 Eure Mia von Welt auf vier Pfoten

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